DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend Mehrheit sieht Handlungsbedarf beim Klimaschutz

Stand: 22.07.2021 23:55 Uhr

81 Prozent der Deutschen sehen sehr großen oder großen Handlungsbedarf beim Klimaschutz - über Alters- und Parteigrenzen hinweg. Das zeigt der aktuelle DeutschlandTrend. Bei der Sonntagsfrage gibt es nur kleine Veränderungen.

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen sieht aktuell sehr großen (38 Prozent) bzw. großen (43 Prozent) Handlungsbedarf beim Klimaschutz. Das ist ein Ergebnis des aktuellen DeutschlandTrends für das ARD-Morgenmagazin.

Diese Einschätzung teilen alle Altersgruppen - sowohl in Ost- wie auch in Westdeutschland. Der Konsens reicht auch über Parteigrenzen hinweg: Anhänger aller Parteien mit Ausnahme der AfD sehen mindestens großen klimapolitischem Handlungsbedarf. Sehr großen Handlungsbedarf sehen dagegen mehrheitlich nur die Anhänger der Grünen mit 80 Prozent und - etwas seltener - die Anhänger der Linken (58 Prozent).

Der Klimaschutz hat damit für die Befragten derzeit einen ebenso hohen Stellenwert wie im Oktober 2019. Zu diesem Zeitpunkt, kurz nach Verabschiedung des Klimapakets der Bundesregierung, hatten die Bundesbürger den Handlungsbedarf genauso groß eingeschätzt wie aktuell.

CDU, SPD und FDP gewinnen je einen Prozentpunkt

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union derzeit auf 29 Prozent (plus ein Prozentpunkt) der Wählerstimmen. Zweitstärkste Kraft wären die Grünen, die einen Prozentpunkt verlieren und derzeit bei 19 Prozent liegen. Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt hinzu - für sie würden sich aktuell 16 Prozent der Wahlberechtigten entscheiden. Die FDP käme auf zwölf Prozent (plus ein Prozentpunkt) und die AfD auf zehn Prozent (minus ein Prozentpunkt). Für die Linke würden sechs Prozent (minus ein Prozentpunkt) stimmen. Unveränderte acht Prozent der Wählerinnen und Wähler würden ihr Kreuz bei anderen Parteien machen.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Hälfte der Menschen interessiert sich für Olympische Spiele

Am Freitag starten in Japan die Olympischen Sommerspiele. Angesichts der Corona-Pandemie und steigender Infektionszahlen im Gastgeberland finden die Spiele ohne Publikum statt. Trotzdem regte sich im Vorfeld Kritik an der Durchführung des sportlichen Großereignisses.

Jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) interessiert sich nach eigenen Angaben für die Spiele, darunter 36 Prozent zumindest etwas, zwölf Prozent sehr. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent interessiert sich dagegen nicht für das Sportereignis. Ältere Menschen interessieren sich deutlich stärker für Olympia: 64 Prozent der über 65-Jährigen interessieren sich sehr oder etwas. Bei den 18- bis 39-Jährigen sind es nur 34 Prozent.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Erhebungsmethode: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
Erhebungszeitraum: 20. bis 21. Juli 2021
Fallzahl: 1.188 Befragte (775 Telefoninterviews und 413 Online-Interviews)
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen und Rückerinnerung Wahlverhalten
Fehlertoleranz: 2* bis 3** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 10 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete MDR AKtuell Radio am 23. Juli 2021 um 08:10 Uhr.