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DeutschlandTrend Besserer Klimaschutz darf etwas kosten

Stand: 17.11.2017 00:23 Uhr

Steigende Kosten für Energie - das könnte eine Konsequenz sein bei den Bemühungen um einen besseren Klimaschutz. 63 Prozent der Deutschen würden Mehrkosten in Kauf nehmen, wie der DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin zeigt. Beim Thema Weihnachtseinkauf herrscht Einigkeit.

Die Mehrheit der Deutschen würde für einen besseren Klimaschutz zahlen - konkret für möglicherweise zu erwartende höhere Energiekosten. Das geht aus dem DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin hervor. 63 Prozent der Bürger wären demnach bereit, für einen besseren Klimaschutz höhere Energiekosten zu akzeptieren. 36 Prozent wollen keine höheren Zahlungen für den Klimaschutz in Kauf nehmen.

Eine mehrheitliche Bereitschaft, für den Klimaschutz höhere Energiekosten zu zahlen, findet sich nicht nur bei den Anhängern der Grünen (89 Prozent), der Linken (76 Prozent) und der SPD (67 Prozent), sondern auch bei den Wählern der FDP (71 Prozent) und der Union (62 Prozent). Bei den Anhängern der AfD (50 Prozent) zeigt sich ein gemischtes Stimmungsbild.

Klimaschutz: Bereitschaft, höhere Energiekosten zu zahlen?

Klimaschutz: Bereitschaft, höhere Energiekosten zu zahlen?

Einkaufen an Heiligabend? Nein Danke!

Fast alle Bundesbürger (91 Prozent) sind der Meinung, dass die Geschäfte am diesjährigen Heiligabend, der auf einen Sonntag fällt, geschlossen bleiben sollten. Nur acht Prozent der Befragten wünschen sich eine Öffnung der Geschäfte am 24. Dezember 2017.

Öffnungszeiten an Heiligabend 2017

Öffnungszeiten an Heiligabend 2017

Sonntagsfrage: Union und Linke mit leichtem Plus

In der aktuellen Sonntagsfrage erhält die Union 31 Prozent der Wählerstimmen, die SPD kommt auf 21 Prozent. Die AfD erhält zwölf Prozent der Stimmen. Die Grünen und die FDP würden jeweils elf Prozent der Bürger wählen, die Linke zehn Prozent.

Im Vergleich zum Deutschlandtrend vom 9. November 2017 gewinnen Union und Linkspartei jeweils einen Prozentpunkt hinzu. AfD und FDP verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Die Stimmen für die SPD und die Grünen bleiben unverändert.

Bilderstrecke

ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 922 Befragte
Erhebungszeitraum: 13. bis 15. November 2017
Sonntagsfrage: 1.382 Befragte
Erhebungszeitraum: 10. bis 15. November
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte

Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

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KOMMENTARE

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Gassi 17.11.2017 • 00:31 Uhr

Was für ein Widersinn!

Wer sagt denn, dass der Kohle-Ausstieg mehr Geld kosten muss? Klar, wenn man den Konzernen die alten Anlagen gewinnbringend abkaufen wird oder ein Nutzlos-Konstrukt wie das EEG etablieren will, dann steigen die Kosten - ohne wirklich was zu bewegen. Reale Erneuerung, wirkliche Innovation bedeutet eben, den alten Sch... außer Dienst zu stellen. Es gibt Alternativen und Reaktions-Möglichkeiten - aber sie werden den Strom-Erzeugern nicht schmecken. Wenn die pfiffige gewesen wären, hätten sie ihre Bude in den letzten Jahren längst umgebaut - aber sie haben nur Wunden geleckt und warten auf das nächste Programm a la Brennstoffsteuer & Co. Längst beobachte ich deren Aktien, aber einsteigen will ich nicht: hoffnungslos zu träge!