Der Schriftzug "Zensus" ist auf einem bedruckten Kugelschreiber und einem Notizblock zu lesen. | dpa

Millionen Bürger werden befragt Volkszählung beginnt Mitte Mai

Stand: 23.02.2022 14:48 Uhr

Auch die Volkszählung war wegen Corona verschoben worden - sie beginnt mit einem Jahr Verspätung am 15. Mai. Erstmals abgefragt werden Nettokaltmiete, Dauer und Gründe von Wohnungsleerstand und die Art der Heizung.

Etwa zehn Millionen zufällig ausgewählte Bundesbürger werden ab Mitte Mai bei der ersten Volkszählung seit elf Jahren zu ihrer Person und nach ihren Lebensumständen befragt. So sollen bundesweit Daten zur Bevölkerungszahl sowie zur Wohn- und Erwerbssituation erhoben werden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Stichtag ist der 15. Mai.

Die Befragungen finden teilweise als etwa halbstündige persönliche Interviews statt, für die noch Helfer gesucht werden. Die übrigen Informationen sollen online übermittelt werden.

Die Daten werden anonymisiert ausgewertet. Rückschlüsse auf Einzelpersonen seien nicht möglich, erklärte das Bundesamt. Die Ergebnisse sollen im November 2023 vorliegen, die Kosten werden mit 1,5 Milliarden Euro angegeben.

Auch Eigentümer müssen Auskunft geben

Auch alle etwa 23 Millionen Eigentümer oder Verwaltungen von Wohnraum müssen schriftlich oder online Auskunft zu Wohnungen geben. Die Fragen zu Baujahr, Größe und Miete erhalten sie mit der Post. Ebenso befragt werden etwa 300.000 Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnheimen.

Einige Informationen werden erstmals abgefragt, wie etwa die Nettokaltmiete, Dauer und Gründe von Leerstand von Wohnungen und die Art der Heizung.

Bessere Grundlage für Wohnungsplanung

Das solle Städten und Gemeinden eine Wohnungsplanung anhand der konkreten Bedürfnisse der Menschen ermöglichen, sagte Dittrich. Eine Volkszählung ist eigentlich alle zehn Jahre vorgesehen. Der turnusgemäße Termin 2021 war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 2. Februar 2022 um 12:00 Uhr.