Nils D.

IS-Terrorist Nils D. Deutscher soll IS-Gefangene getötet haben

Stand: 03.03.2018 14:18 Uhr

Nils D. ist bereits als Terrorist des "Islamischen Staates" verurteilt worden. Nun werden neue Vorwürfe bekannt: Er soll in Syrien drei Gefangene des IS misshandelt und getötet haben.

Es gibt neue schwere Vorwürfe gegen Nils D. aus Dinslaken, der bereits 2016 wegen seiner Mitgliedschaft in der Terrromiliz "Islamischer Staat" (IS) verurteilt worden war.

Wie ein Sprecher der Generalbundesanwaltschaft sagte, wird gegen den 27-Jährigen wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen, Mord und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Ein Haftbefehl sei bereits beantragt worden. Nils D. soll in Syrien Gefangene des IS misshandelt und getötet haben.

Folter bis zum Tod?

Nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" wirft die Bundesanwaltschaft Nils D. vor, als Mitglied des Sturmtrupps des IS im Gefängnis der nordsyrischen Stadt Manbidsch mit anderen Männern drei IS-Gefangene im zweiten Halbjahr 2014 gefoltert zu haben, bis sie starben. Den Ermittlungen liegen laut "Spiegel" Angaben eines syrischen Zeugen zugrunde. Der Anwalt des Beschuldigten teilte dem "Spiegel" mit, sein Mandant bestreite die Vorwürfe.

Nils D. war nach früheren Berichten 2013 nach Syrien ausgereist und hatte nach seiner Rückkehr Ende 2014 mit den deutschen Behörden kooperiert. Er war wegen seiner IS-Mitgliedschaft Anfang 2016 bereits vom Düsseldorfer Oberlandesgericht zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Als Kronzeuge hatte er sich einen erheblichen Strafrabatt gesichert.

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