Deutsche Marine Alle sechs U-Boote sind kaputt

Stand: 02.12.2017 15:58 Uhr

Sechs U-Boote besitzt die Deutsche Marine - und mit denen würde sie gerne auch fahren. Das kann sie aber nicht. Denn alle sechs sind derzeit kaputt. Warum? Und warum dauert es, bis sie repariert sind?

Von Andreas Schmidt, NDR

Fast ist es, als hätten die Möwen das Kommando hier am Marinestützpunkt Eckernförde - und nicht die Elite der deutschen Marine. U-Boot-Fahrer gelten als ein ganz eigener Klub. Sie sind verschworen, sie sind hochqualifiziert und sie haben ein Problem. Denn: "Für die Mannschaft, für die Besatzung ist es so, dass sie zur See fahren will", sagt Marinesprecher Johannes Dumrese.

Ein U-Boot der Klasse 212 kostet etwa 400 Millionen Euro. Die Marine hat sechs davon, doch keins ist im Moment fahrtüchtig. Für die Besatzung bedeutet das bis auf Weiteres: Routinearbeiten im Hafen oder auf der Werft.

Abgetaucht - Alle deutschen U-Boote sind kaputt
tagesthemen 21:45 Uhr, 01.12.2017, Andreas Schmidt, NDR

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"Erstmalig in der Geschichte"

"Das ist für die Marine eine Katastrophe", findet auch der Wehrbeauftragte des Bundestages Hans-Peter Bartels. "U-Boote sind eine ihrer Fähigkeiten. Da jetzt über Monate keines einsatzklar zu haben, ist, glaube ich, erstmalig in der Geschichte so."

Wie ist es so weit gekommen? Zu Zeiten des Kalten Krieges hatte die Marine in Nordfriesland ein riesiges Materialdepot. Quasi alle Ersatzteile aller Schiffe und Boote waren hier gelagert. Doch dann änderte sich die Politik.

Marinesprecher Dumrese erklärt die Idee: "Vor dem Hintergrund des Kostendrucks verzichten wir zunächst auf die Beschaffung dieser Ersatzteilpakete und verlassen uns darauf, dass die Industrie uns hilft und rechtzeitig die Ersatzteile bereitgestellt hätte." Die Industrie hat sich aber nicht darauf eingelassen. So müssen die Ersatzteile erst bestellt und neu produziert werden. Das dauert.

Besserung ist in Sicht

Doch mittlerweile sind bessere Verträge in Sicht. Und es ist wieder Geld da. "Die Trendwende zum Besseren ist eingeleitet", sagt Bartels. "Die grundsätzlichen Beschlüsse sind gefasst. Aber bis das greift, dauert es jetzt wieder Jahre."

Im nächsten Herbst soll das erste deutsche U-Boot wieder fahren. Aber selbst, wenn alle sechs Boote jetzt einsatzfähig wären: Es gäbe nur drei volle Besatzungen. Der Rest ist noch in der Ausbildung.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 01. Dezember 2017 um 21:45 Uhr.

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