Mehrere Tausend Demonstranten stehen bei einer Kundgebung auf dem Spielbudenplatz und der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli zusammen. | dpa

Solidarität mit der Ukraine Glockengeläut und Demonstrationen

Stand: 03.03.2022 16:42 Uhr

In Deutschland und anderen Ländern haben sich Menschen solidarisch mit der Ukraine gezeigt: Kirchen und Kathedralen läuteten mehrere Minuten lang ihre Glocken - Zehntausende Menschen gingen auf die Straße.

Zehntausende Demonstranten sowie Kathedralen und Kirchen haben ein Zeichen gegen den russischen Einmarsch in die Ukraine gesetzt. Deutschlandweit läuteten am Mittag die Glocken vieler Gotteshäuser sieben Minuten lang aus Solidarität mit den Ukrainern. Der Kölner Dom, die Kathedrale in Münster oder auch der Dom in Essen beteiligten sich, wie es in den jeweiligen Bistümern auf Anfrage hieß.

Auch in Berlin und anderen Bundesländern waren Glocken länger als gewöhnlich zu hören. Die Europäische Vereinigung der Dombaumeister hatte dazu aufgerufen, ab 12.00 Uhr "jede Minute für einen Tag dieses unsinnigen Krieges" die Glocken erklingen zu lassen.

Vor allem junge Menschen demonstrierten

Zehntausende überwiegend junge Menschen folgten zudem einem bundes- und weltweiten Protestaufruf der Klimaschutzinitiative Fridays for Future. In Hamburg versammelte sich eine große Menschenmenge auf dem Spielbudenplatz und der Reeperbahn. "Hamburg ist heute zusammengekommen, um Solidarität zu zeigen", sagte Luisa Neubauer von Fridays for Future in einer Rede.

"Nichts und niemand wird uns davon abhalten, jetzt aufzustehen, laut zu werden und solidarisch zu sein, so klar Haltung zu zeigen wie Autokraten es hassen: Putin verpiss dich, wir sind da", so Neubauer weiter. Die Polizei berichtete zunächst von 20.000 Teilnehmern. Nach Angaben der Organisatoren kamen in der Hansestadt 120.000 Menschen zusammen.

Proteste auch in Berlin

Mehrere Tausend Schüler protestierten auch im Berliner Regierungsviertel gegen den Krieg Russlands. Sie versammelten sich mit Transparenten und Schildern vor dem Reichstagsgebäude. Auf diesen stand etwa "Jedes Leben zählt" und "Stop War", auch Russlands Präsident Wladimir Putin wurde scharf kritisiert. Manche trugen Kleidungsstücke in blau und gelb, den Nationalfarben der Ukraine. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf rund 5000, Fridays for Future sprach von 11.000.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. März 2022 um 17:00 Uhr.