Das Logo der DEL an einem Torpfosten, daneben ein Eishockeyschläger und ein Puck. | picture alliance / Eibner-Presse

Spielabsagen im Eishockey DEL verschärft Corona-Teststrategie

Stand: 26.10.2021 16:05 Uhr

Viele Infektionen, Quarantäne, Spielausfälle: Die Deutsche Eishockey Liga wird derzeit besonders von der Corona-Pandemie getroffen. Als Konsequenz verschärft die Liga nun ihre Teststrategie für Spieler und Offizielle deutlich.

Wenn es um Corona und Sport geht, steht derzeit der Profi-Fußball mit der Impfdebatte um Bayern-Kicker Joshua Kimmich im Fokus, aber auch andere Bereiche des Profi-Sports kämpfen aktuell mit dem Folgen der Pandemie. So vermeldet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) derzeit zahlreiche Infektionsfällen unter ihren Spielern - zuletzt gab es einen großen Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München und die Iserlohn Roosters mussten wegen positiver Tests die Partie gegen die Düsseldorfer EG absagen.

Deutlich mehr PCR-Tests

Aufgrund solch massiver Probleme mit Team-Quarantänen und Spielabsagen zieht die DEL nun Konsequenzen und verschärft die Teststrategie. Vom 1. November an werde die Zahl der Tests erhöht, teilte die DEL mit. Für ungeimpfte Spieler sind dann drei PCR-Tests pro Woche verpflichtend, Schnelltests sind nicht mehr ausreichend.

Für geimpfte oder genesene Spieler und Offizielle ist, sofern sie zum Kader gehören, ein PCR-Test pro Woche erforderlich. Bisher mussten nur die nicht geimpften Profis permanent getestet werden. Die DEL will so vermeiden, dass gesamte Mannschaften in Quarantäne und Spiele reihenweise verlegt werden müssen.

"Alle bisher betroffenen Mannschaften hatten noch ungeimpfte Spieler oder Offizielle in ihrem Kader und unter den Betroffenen. Es sind aber auch Personen mit vollem Impfschutz betroffen", teilte die DEL mit. Die Impfquote gab die Liga mit insgesamt 93 Prozent bei Spielern und Mitarbeitern an.

Impfdebatte im Profi-Fußball

Die Debatte um Corona-Sicherheitskonzepte im Profisport hatte zuletzt wieder Fahrt aufgenommen, nachdem Bayern-Fußballprofi Joshua Kimmich erklärt hatte, bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein. Kimmich begründet dies mit möglichen Langzeitfolgen, die seiner Ansicht nach noch nicht ausreichend erforscht seien. Zahlreiche Mediziner hatten die Bedenken zurückgewiesen: Nebenwirkungen einer Impfung träten immer direkt auf - nicht Monate oder Jahre später.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Oktober 2021 um 15:00 Uhr im Sport.