Ermittler des BKA haben gemeinsam mit dem FBI den weltweit zweitgrößten Marktplatz im Darknet ausgehoben. | Bildquelle: dpa

Ermittlungen gegen "DarkMarket" "Größter Darknet-Marktplatz" abgeschaltet

Stand: 12.01.2021 11:34 Uhr

Drogen, Falschgeld, gestohlene Kreditkartendaten: Auf der Darknet-Plattform "DarkMarket" wurden mehr als 300.000 illegale Geschäfte gemacht. Nun haben deutsche Ermittler die Seite vom Netz genommen.

Deutschen Ermittlern ist es gelungen, eine riesige Darknet-Plattform offline zu stellen. Laut Generalstaatsanwaltschaft Koblenz handelt es sich um die Seite "DarkMarket" - den "vermutlich größten illegalen Marktplatz im Darknet".

Bei "DarkMarket" wurde vor allem mit Drogen gehandelt, aber auch mit Falschgeld, gestohlenen Kreditkartendaten, anonymen SIM-Karten und Schadsoftware. Er habe eine halbe Million Nutzer gehabt und mindestens 320.000 Geschäfte in Kryptowährungen abgewickelt, die einem Wert von 140 Millionen Euro entsprochen hätten.

Mutmaßlicher Betreiber festgenommen

Der mutmaßliche Betreiber, ein 34-jähriger Australier, wurde am Wochenende an der deutsch-dänischen Grenze festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Zudem seien mehr als 20 Server in Moldau und der Ukraine beschlagnahmt worden. Aus den dort gespeicherten Daten erwarten die Ermittler neue Ermittlungsansätze gegen die Moderatoren, Verkäufer und Käufer von "DarkMarket".

Verantwortlich für den Ermittlungserfolg sind die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg und die Landeszentralstelle Cybercrime in Koblenz. Sie hätten monatelang intensiv ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Kooperiert habe sie mit Behörden in den USA, Australien, Großbritannien, Dänemark, der Schweiz, der Ukraine und Moldau. Europol habe die Koordination übernommen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 12. Januar 2021 um 12:00 Uhr.

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