"Nationales Cyber-Abwehrzentrum" Kabinett will Internet sicherer machen

Stand: 23.02.2011 11:54 Uhr

Die Bundesregierung hat ein Konzept zur Abwehr von Bedrohungen aus dem Internet beschlossen. Die im Kabinett gebilligte "Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland" sieht nach Angaben des Bundesinnenministeriums die Gründung eines speziellen Zentrums vor, das im Fall eines Angriffs aus dem Netz die Situation analysieren und den zuständigen Behörden Empfehlungen geben soll.

Das Zentrum solle Informationen aus Wirtschaft und Behörden über aktuelle Cyber-Angriffe sammeln und die Analyse der Bedrohung koordinieren, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. In einer modernen Industriegesellschaft müsse das Internet "verfügbar, frei und sicher sein".

Eine Geschäftsfrau telefoniert, während sie am Computer arbeitet
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Auch ihr Netz soll sicherer werden.

Federführend für dieses "Nationale Cyber-Abwehrzentrum", das am 1. April seine Arbeit aufnehmen soll, ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). In dem Zentrum sollen zunächst neben sechs Computer-Experten auch jeweils zwei Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes tätig sein. Zu den beteiligten Behörden gehören auch das Bundeskriminalamt und die Bundeswehr.

"Wie die Luft zum Atmen"

"Wir alle brauchen das Netz wie die Luft zum Atmen", sagte die IT-Beauftragte des Bundes, Cornelia Rogall-Grothe, zum Auftakt einer Veranstaltung zur Cyber-Sicherheit in Berlin. Deswegen seien besondere Maßnahmen erforderlich, um die IT-Systeme vor Cyber-Angriffen zu schützen.

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