Cyberexperte im Interview "Ein Kalter Krieg"

Stand: 01.03.2018 09:17 Uhr

Geheimdienste werden weltweit immer experimentierfreudiger bei Hacking-Angriffen. Cyberexperte Gaycken spricht im tagesthemen-Interview von einem "Kalten Krieg" und erklärt, wie wenig die Bundesregierung dem entgegensetzen kann.

Sandro Gaycken vom Digital Society Institute zufolge befindet sich die Bundesregierung in einem "Kalten Krieg" zwischen Hackertruppen: Viele Nachrichtendienste würden "immer experimentierfreudiger", was gegenseitige Angriffe im Netz anbelange, sagte der Cyberexperte im tagesthemen-Interview. Er berät die Bundesregierung und die NATO in IT-Fragen. An den Attacken beteiligt seien "nicht nur die üblichen Bad Guys" wie Russland, die nach Cyberangriffen meist als erste verdächtigt werden, sondern immer mehr auch nationale Geheimdienste.

Fachkreisen war das Angriffsrisiko immer bewusst

Die Nachricht, dass die Netze der Bundesregierung Ziel eines Hackerangriffs war, habe in Fachkreisen keine Überraschung ausgelöst: Für professionelle Hacker sei es "kein Problem", sich in Regierungsnetze einzuschleichen, sagt Gaycken. Die Regierungsnetze böten nur geringfügig besseren Schutz als andere.

Sandro Gaycken, Digital Society Institute, zu der Cyberattacke
tagesthemen 22:15 Uhr, 28.02.2018

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Verhindern können hätte die Bundesregierung den Angriff trotz der Erfahrung mit dem Hackerangriff auf den Bundestag 2015 nicht: "Man hat schon die richtigen Schlüsse gezogen, aber man kann nicht viel machen", meint Gaycken dazu. Die Abgeordneten seien darauf angewiesen, auf E-Mail-Programme zugreifen zu können und auch Anhänge zu öffnen, in denen häufig Schadsoftware versteckt wird.

Keine wirksame Technologie zur Abwehr

Eine wirksame Technologie gegen Angriffe auf Rechner mit Internetverbindung gibt es dem Experten zufolge nicht. Solange die Sicherung der eigenen Netze sich als Herausforderung erweist, sei es schwer, in Gegenattacken auf andere Regierungen und Hackervereinigungen zu investieren.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 28. Februar 2018 um 22:15 Uhr.

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