Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Horst Seehofer verlassen eine Pressekonferenz im Bundesinnenministerium. | Bildquelle: dpa

Beschluss des Kabinetts Agentur für Cybersicherheit kommt

Stand: 29.08.2018 15:01 Uhr

Innovative und spannende Projekte im Bereich IT-Sicherheit finden und finanzieren - diesen Auftrag erhält die neue Cyberagentur. Verteidigungsministerin von der Leyen skizzierte bereits zwei konkrete Projekte.

Die Bundesregierung will den Staat und die Bürger besser gegen Cyberangriffe schützen. Das Kabinett beschloss dafür die Gründung einer Agentur für Innovation in der Cybersicherheit, die Anfang 2019 ihre Arbeit aufnehmen soll. Diese Agentur soll Verteidigungs- und Innenministerium künftig helfen, mit dem rasanten technologischen Fortschritt im Bereich der Computersicherheit Schritt zu halten.

"Wir wollen mit der neuen Cyberagentur den großen Vorteil nutzen, dass wir in Deutschland eine exzellente Grundlagenforschung haben", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. "Wir müssen schneller sein als Angreifer und Täter."

Bundeskabinett beschließt Gründung einer Agentur für Cybersicherheit
tagesschau 20:00 Uhr, 29.08.2018, Michael Stempfle, ARD Berlin

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"Vielversprechend und hoch innovativ"

Die Agentur mit etwa 100 Mitarbeitern solle spannende Projekte in einem sehr frühen Stadium erkennen und diese dann finanziell gezielt fördern. "Das heißt, wir investieren ganz am Anfang in Forschungsvorhaben, von denen wir nicht wissen, ob sie zum Schluss ein Erfolg sein werden, aber die sehr vielversprechend und hoch innovativ sind", erklärte von der Leyen. Ein Teil dieser Projekte werde scheitern, andere würden den Auftraggebern dagegen einen dringend benötigten Vorsprung bringen.

In den kommenden fünf Jahren werden etwa 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 80 Prozent davon sollen direkt für Forschungs- und Innovationsaufgaben eingesetzt werden. Damit soll schneller als bisher auf technologische Entwicklungen regiert werden können.

Vorbild: die DARPA

Von der Leyen verwies darauf, dass das US-Verteidigungsministerium mit seiner Behörde DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) bereits seit Jahrzehnten so vorgehe und Innovationen wie das Internet, GPS und Spracherkennungssysteme darauf zurückgingen.

Ein Projekt für die neue deutsche Behörde sei, die eigenen Verschlüsselungstechniken gegen Quantencomputer abzusichern. Ein anderes Vorhaben sei die Entwicklung einer Software, die dafür sorgen soll, dass E-Mails mitsamt den darin enthaltenen Daten bei ihrem Weg durch das Internet in europäischen Netzwerken bleiben.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. August 2018 um 11:00 Uhr.

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