CSU Vorstand | Bildquelle: dpa

Frauen in der CSU Weiblicher per Quote

Stand: 17.10.2019 10:46 Uhr

Die CSU muss weiblicher werden. Das fordert die Frauen-Unions-Vorsitzende der CSU, Scharf, und verteidigt die geplante schärfere Quote. Vor allem bei der CSU im Bundestag fehlten Frauen.

Die Frauen in der CSU pochen auf mehr Weiblichkeit in den Parteigremien. Die Vorsitzende der Frauen-Union der CSU, Ulrike Scharf, verteidigte deshalb die geplante Verschärfung der internen Frauenquote beim kommenden Parteitag. Erheblichen "Nachholbedarf" gebe es vor allem in der CSU-Landesgruppe im Bundestag. "Damit können wir überhaupt nicht zufrieden sein", sagte Scharf der "Rheinischen Post".

"Frauen in der CSU sichtbarer machen"

In Berlin sei das Mann-Frau-Verhältnis bei den Abgeordneten 38:8, 7:1 bei den Arbeitsgruppenchefs und 4:1 beim Vorstand der Landesgruppe. Deshalb bleibe die Quote als Instrument wichtig, "um die Frauen in der CSU sichtbarer zu machen", so die Vorsitzende der Frauen-Union der CSU. Abgestimmt werden soll darüber an diesem Freitag und Samstag auf dem CSU-Parteitag.

Die CSU will sich dort mit einem 75-Punkte-Programm modernisieren: Jünger und weiblicher soll die Partei werden. Dafür soll die 40-Prozent-Frauenquote vom Landes- und den Bezirksvorständen auf die Kreisvorstände ausgeweitet werden. In den engeren Vorständen - Vorsitzende, Stellvertreter, Schriftführer, Schatzmeister - soll sogar eine 50-Prozent-Quote gelten.

Nicht nur Frauen, auch Altersquoten

Außerdem soll es in den Vorständen künftig einen jungen Vertreter unter 35, im Landesvorstand unter 40, als Vize geben. Die Quote nun auf Kreisvorstände auszudehnen, sei "der konsequente nächste Schritt", sagte Scharf. Dazu passe die Vorgabe, auf allen drei Ebenen in den engeren Vorständen Parität einzuführen. "50 Prozent Frauen, 50 Prozent Männer - das sei ein starkes Signal für Frauen", sagte Scharf.

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