Die Sitze im Hörsaal der Universität sind leer | Bildquelle: dpa

Studieren in Corona-Zeiten Sommersemester soll überall stattfinden

Stand: 03.04.2020 19:51 Uhr

Normalerweise hätte das Sommersemester an den deutschen Hochschulen diese Woche angefangen. Wegen der Corona-Krise wurde der Start vielerorts verschoben. Doch auch, wenn es ungewöhnlich wird: Das Sommersemester soll stattfinden.

Das Sommersemester an den Universitäten und Hochschulen soll in diesem Jahr trotz Corona-Krise in ganz Deutschland stattfinden. Darauf haben sich nach Angaben aus dem Hamburger Senat die Wissenschaftsministerien der Bundesländer verständigt. Man habe sich auf einen gemeinsamen Rahmen für die Ausgestaltung des Sommersemesters geeinigt. An einigen Universitäten hat das Semester bereits begonnen, an anderen wurde der Start verschoben.

Die Hamburger Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank sagte: "Die Hochschulen und die Studierenden brauchen jetzt Klarheit. Den Vorlesungsbeginn immer wieder zu verschieben, hilft da nicht." Ziel sei es allerdings, dass die Vorlesungen und Seminare zunächst möglichst umfangreich digital angeboten würden, so die Grünen-Politikerin.

Wenn wegen Corona Leistungsnachweise fehlen

Ihre Behörde weist darauf hin, dass nicht alle Lehrangebote stattfinden könnten. Das werde zur Folge haben, dass die Studierenden auch nicht alle Leistungsnachweise erbringen könnten. Doch niemand solle daraus Nachteile erfahren, wenn es zum Beispiel darum gehe, die Regelstudienzeiten einzuhalten. "Beim BAföG, dem Kindergeld, der Krankenversicherung etc. sollen in Absprache mit dem Bundesbildungsministerium flexible Lösungen gefunden werden", heißt es in der Mitteilung.

Auch für das Wintersemester wird es Änderungen geben: So sei geplant, die Termine für Bewerbungs- und Zulassungsverfahren für das folgende Wintersemester 2020/2021 anzupassen, um verschobenen Abiturprüfungszeiten Rechnung zu tragen. Konkrete Daten würden in den nächsten Wochen abgestimmt.

In einer älteren Version der Meldung hieß es, das Sommersemester beginne deutschlandweit am 20. April. Das ist falsch. Das Datum geht auf eine Äußerung von Hamburgs Bildungssenatorin Fegebank zurück und betrifft nur die Hansestadt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. April 2020 um 16:00 Uhr.

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