Eine Passantin fotografiert die weihnachtlich beleuchtete Straߟe Unter den Linden.  | Bildquelle: dpa

Coronavirus in Deutschland RKI meldet mehr als 25.000 Neuinfektionen

Stand: 25.12.2020 08:52 Uhr

Das Robert Koch-Institut hat in Deutschland 25.533 Corona-Neuinfektionen und 412 Todesfälle registriert. Beide Werte liegen unter denen der Vorwoche - wegen der Feiertage sind die Zahlen allerdings nur bedingt vergleichbar.

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 25.533 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem registrierten die Behörden 412 Todesfälle, wie das RKI mitteilte. Allerdings rechnet das RKI an den Feiertagen mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen der Gesundheitsämter, weshalb sich die Zahlen nur bedingt mit den Werten aus der Vorwoche vergleichen lassen.

So hatten die Gesundheitsbehörden am vergangenen Freitag mit 33.777 Infektionen einen Höchststand gemeldet - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Hinzu kamen 813 Todesfälle. Der Höchststand von 952 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Sachsen hat höchste Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - liegt laut RKI bei 188,8. Am Dienstag war mit 197,6 ein bundesweiter Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 441,3, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 320,6. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 87,1 verzeichnet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu senken. 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Impfkampagne startet am 27. Dezember

Seit dem Beginn der Pandemie hat es in Deutschland 1.612.648 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer Corona-Infektion gestorben sind, liegt bei 29.182. Rund 1.206.200 Menschen gelten nach Schätzungen inzwischen als genesen.

Um die Pandemie weiter einzudämmen, startet am 27. Dezember die bundesweite Impfkampagne mit dem ersten in Europa zugelassenen Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer. Weil der Impfstoff zu Beginn noch knapp ist, werden zuerst die über 80-Jährigen geimpft. Auch Heimbewohner und alle Personen, die ambulant oder stationär in der Pflege tätig sind sowie medizinisches Personal, das einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist, mit dem Virus in Kontakt zu geraten, gehören zu den ersten, die geimpft werden.

Weniger Tests an den Feiertagen - Impf-Vorbereitungen laufen
Markus Sambale, ARD Berlin
24.12.2020 09:49 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.

Darstellung: