Ärzte laufen einen Klinikflur entlang. | Bildquelle: dpa

Coronavirus-Pandemie Bundesweit fast 6000 neue Infektionen

Stand: 27.03.2020 10:38 Uhr

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Erneut registrierte das Robert Koch-Institut Tausende Infektionen. Trotzdem ist die Krankenhausgesellschaft überzeugt, Zustände wie in Italien vermeiden zu können - vorerst.

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist bundesweit binnen 24 Stunden erneut um Tausende Fälle angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes sind in Deutschland derzeit 42.288 Ansteckungen gemeldet und damit 5780 Fälle mehr als noch am Donnerstag.

Auch die Zahl der Todesopfer hat sich demnach gegenüber dem Vortag erhöht: Bundesweit seien bislang 253 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Damit stieg die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden um 55 an.

Die Johns Hopkins-Universität in den USA beziffert die Corona-Fälle in Deutschland sogar mit fast 44.000 Infektionen und 267 Todesfällen.

"Werden es schaffen, italienische Verhältnisse zu vermeiden"

Trotz der nach wie vor stark ansteigenden Ansteckungszahlen in Deutschland drohen aus Sicht des Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, keine Verhältnisse wie in Italien. Dort haben sich bislang mehr als 80.000 Menschen mit dem Virus infiziert, nach Behördenangaben kamen bereits mehr als 8000 Einwohner durch die Pandemie ums Leben.

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden", sagte Gaß im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Dafür müssten allerdings die angeordneten Ausgangsbeschränkungen und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, appellierte Gaß an die Bevölkerung. Dann könne die Erkrankungskurve "Anfang, Mitte nächster Woche" abflachen.

Zahl der Patienten darf nicht "ins Unendliche" wachsen

Es müsse unbedingt verhindert werden, dass die Zahl der Patienten "ins Unendliche wächst", betonte Gaß weiter, "denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert". Für Ärzte und medizinische Arbeitskräfte sei die derzeitige Lage eine "große Herausforderung". Sie müssten Überstunden leisten und hätten teils den Urlaub abgesagt. Um Personallücken zu verhindern, seien Fachkräfte aus dem Ruhestand zurückgekehrt, "um jetzt mit anzupacken in dieser wirklich besonderen Situation".

Doch neben dem Personal fehlt es in vielen Kliniken auch an der nötigen Ausrüstung. Gaß stellte in Aussicht, dass die Zahl der Beatmungsplätze in Krankenhäusern bundesweit von rund 20.000 auf 30.000 erhöht werden soll. Die entsprechenden Geräte seien bestellt. Pro Monat könnten laut Gaß etwa 1500 neue Geräte nach Deutschland geliefert werden.

Corona in deutschen Krankenhäusern
tagesschau 14:00 Uhr, 27.03.2020, Ole Hilgert, RBB

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. März 2020 um 12:00 Uhr.

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