Vor leeren Zuschauerrängen tragen die Spieler von Eintracht Frankfurt und Borussia Moenchengladbach ihre Partie am ersten Spieltag nach der Unterbrechung durch die Corona-Auflagen aus. | Bildquelle: AP

Lockerungen der Corona-Auflagen Positives Echo auf Bundesliga-Neustart

Stand: 17.05.2020 04:45 Uhr

Die Bundesliga hat ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen. In der Politik wird der Neustart als Erfolg gewertet - und als möglichen Hoffnungsschimmer, die Stadien in der nächsten Fußballsaison wieder füllen zu können.

Nach wochenlanger Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie konnte die Bundesliga gestern in den 26. Spieltag starten. Die Partien fanden allerdings ohne Zuschauer statt. Der Neustart erntete in der Politik positive Reaktionen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet etwa wertete den "Re-Start" als Erfolg. Er habe sich gelohnt, sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "Es ist genau das vorsichtige Hineintasten in eine verantwortungsvolle Normalität, die wir alle wollen." Er sprach von einem "perfekten Konzept", das die Bundesliga vorgelebt habe: "Wenn alles so gut läuft wie heute, kann der Wettbewerb weitergehen."

Laschet lobte ebenso das Verhalten der Fußballfans. Dass sich vor den Stadien, in denen die Geisterspiele stattfanden, nur wenige von ihnen versammelt hätten, zeige, dass "Fans und Ultras sehr verantwortlich reagiert haben".

Entscheidungen sollten laut Weil nach Sommerpause fallen

Bei den Ministerpräsidenten von Sachsen und Niedersachsen, Michael Kretschmer (CDU) und Stephan Weil (SPD), regen sich bereits Überlegungen, in der kommenden Fußballsaison auch wieder Besucher in die Stadien zu lassen.

"Nach der Sommerpause müssen wir klären, ob Stadion auch mit weniger Abstand geht, weil die Infektionsrate so niedrig ist und es eine Kontaktnachverfolgungs-App gibt, falls doch ein Infizierter dort war", führte Weil ebenfalls im Interview mit der "Bild am Sonntag" aus.

Kretschmer stellt Besuche ab September in Aussicht

Kretschmer stellte sogar schon ein mögliches Datum in den Raum: Er strebe an, dass in Sachsen ab dem 1. September wieder Konzerte, Theateraufführungen und eben auch Fußballspiele besucht werden können. "Dann sind zwar die Stadien nicht ausverkauft, aber es gibt wieder Spiele vor Publikum", so der Landeschef und fügte hinzu, dass Mundschutz und ein 1,5-Meter-Sicherheitsabstand "nach menschlichem Ermessen" genügten, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Allerdings warnte Kretschmer auch davor, sich zum jetzigen Zeitpunkt schon zu sicher zu fühlen: "Wir werden gerade leichtsinnig und wiegen uns in einer falschen Sicherheit. Das Virus ist unter uns, jeder, der es bekommt, kann schwerstens erkranken."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Mai 2020 um 20:00 Uhr.

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