Dresden: Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hält in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Dresden einen Coronavirus-Test in den Händen | Bildquelle: dpa

Höchster Wert seit April 2828 neue Corona-Fälle in Deutschland

Stand: 07.10.2020 07:57 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist erneut auf einen Spitzenwert gestiegen: Das Robert Koch-Institut meldet 2828 neue Fälle an einem Tag - so viele wie seit April nicht. Auch die Zahl der Patienten auf Intensivstationen wächst.

In Deutschland hat die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den bislang höchsten Wert seit der zweiten Aprilhälfte erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2828 neue Corona-Fälle, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen noch einmal höher als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der zuvor geltende Höchstwert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach Angaben des RKI mindestens 306.086 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9562. Das sind 16 mehr als am Vortag. Etwa 267.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Wieder mehr Patienten auf Intensivstationen

Ein Anstieg zeichnet sich weiterhin bei den intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten ab. Laut aktuellem RKI-Lagebericht werden derzeit 449 Corona-Infizierte intensivmedizinisch behandelt, 219 davon müssen beatmet werden. Vor einer Woche hatte die Zahl der Intensivpatienten noch bei 352 gelegen, in der Woche davor bei 278. Rund 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weniger Menschen stecken sich im Ausland an

Aus den Daten des RKI-Lageberichts geht hervor, dass sich von den vom 28. September bis 4. Oktober erfassten Infizierten, bei denen eine Angabe zum Infektionsland vorliegt, 7,7 Prozent wahrscheinlich im Ausland angesteckt haben. Damit sank ihr Anteil erneut. Vergangene Woche hatte er bei neun Prozent gelegen, in der Woche davor noch bei zwölf Prozent. Dem aktuellen Bericht nach wurden auf vier Wochen betrachtet am häufigsten Deutschland, die Türkei, Tschechien und Rumänien als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Dienstag bei 1,15 (Vortag: 1,21). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet allerdings das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Oktober 2020 um 09:00 Uhr.

Darstellung: