Eine Pflegekraft betreut im besonders geschützten Teil der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald einen Corona-Patienten. | dpa

Coronavirus in Deutschland RKI meldet 11.369 Neuinfektionen

Stand: 19.01.2021 09:30 Uhr

Die Zahl der Neuinfektionen sinkt zwar trotz Nachmeldungen leicht - die Zahl der Todesfälle bleibt mit 989 aber weiterhin hoch. Noch immer gibt es starke Unterschiede beim regionalen Infektionsgeschehen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen und knapp 1000 weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI am Morgen mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages um 11.369 auf insgesamt 2.052.028 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 989 auf 47.622.

Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Meldeschwierigkeiten am Montag

Auch bei den aktuellen Zahlen ist zu beachten, dass die Daten Nachmeldungen enthalten können - am Vortag hatten manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt.

Das RKI schrieb dazu in seinem Lagebericht vom Montagabend: "Aus Rheinland-Pfalz wurden gestern keine Daten übermittelt. Aus Bayern und dem Saarland wurden Daten übermittelt, allerdings sind die Daten nicht vollständig am RKI eingegangen."

Starke regionale Unterschiede

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt zurzeit bei 131,5 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

In einigen Bundesländern ist man davon aber noch weit entfernt: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Andere Bundesländer stehen besser da: Den niedrigsten Wert hat derzeit Bremen mit 83,2.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,89 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Wird nur verlängert oder auch verschärft?

Angesichts nur leicht sinkender Fallzahlen und der Bedrohung durch offenbar deutlich ansteckendere Corona-Mutationen beraten die Spitzen von Bund und Ländern ab Dienstagmittag über eine Verlängerung und mögliche Verschärfung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen.

Während eine Fortdauer des Lockdowns in den Februar hinein vorab als sicher galt, blieben diskutierte zusätzliche Maßnahmen in den Bereichen Homeoffice und öffentlicher Verkehr oder eine bundesweite nächtliche Ausgangssperre zunächst ungewiss. Fachleute sprachen sich im Vorfeld der Bund-Länder-Schalte mehrheitlich für Verschärfungen aus.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. Januar 2021 um 09:00 Uhr.