Medizinisches Personal verpackt eine Corona-Test. | AFP

Corona-Pandemie Ämter melden 32.552 Neuinfektionen

Stand: 31.12.2020 07:03 Uhr

In Deutschland sind mehr als 32.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Damit ist das Niveau der Höchstwerte aus der Woche vor Weihnachten erreicht. Laut RKI gab es zudem weitere 964 Todesfälle.

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 32.552 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 964 neue Todesfälle verzeichnet, wie das RKI bekanntgab.

Nachmeldungen sorgen für hohe Zahlen

Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI hatte über die Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern gerechnet. Die aktuell hohen Zahlen sind deshalb aus Sicht des RKI wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. Vor einer Woche waren es 32.195 Neuinfektionen und 802 neue Todesfälle binnen eines Tages. Am Mittwoch hatte das RKI einen neuen Tageshöchstwert von mehr als 1100 Todesfällen bekanntgegeben.

Unterschiede zwischen Bundesländern

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, lag bei 139,8. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind weiterhin enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten Sachsen mit 326,7 und Thüringen mit 246,5; den niedrigsten Wert hatte Schleswig-Holstein mit 77,1.

R-Wert steigt leicht

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.719.737 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg auf 33.071. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.328.200 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Mittwoch bei 0,68, nachdem er am Dienstag 0,67 betragen hatte.

Der R-Wert von 0,68 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 68 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, "so dass der R-Wert zudem gegebenenfalls unterschätzt wird".

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Dezember 2020 um 06:00 Uhr.