Ein Mitarbeiter überprüft in einem Restaurant ein Impfzertifikat. | dpa

Corona-Pandemie Neue Version der Warn-App zeigt Status an

Stand: 18.01.2022 15:29 Uhr

2G, 2G-Plus oder 3G? Bei der Einlasskontrolle ist es nicht so einfach, einen Überblick zu bekommen, ob alle Anforderungen erfüllt sind. Nun gibt es eine neue Version der Corona-Warn-App. Damit soll der Check-in schneller gehen.

Es gibt eine neue Version der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes. Und diese App ist in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einen Gesamtstatus zusammenzufassen. Das teilten die Betreiber der App, die SAP und Deutsche Telekom mit. Die Version 2.16.1 war am Vormittag bereits im App-Store von Apple für das iPhone verfügbar. Für Android-Smartphones soll die Version bis zum Mittwochabend zur Verfügung stehen.

Vier Kombi-Anzeigen

Damit die unterschiedlichen Zertifikate richtig zu einem Gesamtstatus zusammengefasst werden können, müssen die Details der Nachweise übereinstimmen. Das betrifft Daten wie das Geburtsdatum, sämtliche Vornamen und die Schreibweise des Namens. In der App werden dann vier verschiedene Kombi-Anzeigen dargestellt: "2G", "2G+", "3G" und "3G+".

Nutzer der Corona-Warn-App (CWA) können dann über einen Schalter zwischen dem QR-Code des Impf- oder Genesenennachweises und dem Code des Testzertifikats wechseln, um etwa schnell und unkompliziert einen 2G-Plus-Nachweis zu erbringen. Beide QR-Codes müssen vor Ort mit der CovPassCheck-App zusammen mit Vorlage des Personalausweises geprüft werden, wenn ein 2G-Plus-Nachweis erforderlich ist.

Der Status "2G+" in der App besagt, dass die Person vollständig geimpft oder genesen ist und zusätzlich einen aktuellen negativen Test vorweisen kann. In der Warn-App müssen Nutzerinnen und Nutzer für diesen Status ein Impf- oder Genesenenzertifikat hinterlegt haben und zusätzlich auch ein PCR- oder Schnelltestzertifikat, das maximal 72 beziehungsweise 48 Stunden alt ist.

Noch kein aktueller Stand bei Booster-Impfung

Aus Datenschutzgründen sei bei der Kontrolle der Zertifikate durch die CovPassCheck-App aber nicht ersichtlich, ob die Person ein Impf- oder Genesenenzertifikat hat. "Beim Scan der QR-Codes sehen die Kontrollierenden nur, ob das Zertifikat gültig ist oder nicht", heißt es.

Die Macher der App wiesen darauf hin, dass diese in einem Punkt noch nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge ist: Geimpfte oder Genesene, die eine Auffrischimpfung (Booster-Impfung) erhalten haben, müssen nämlich laut Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern bei einer 2G-Plus-Regelung momentan keinen aktuellen Test vorlegen. "Die CWA berücksichtigt diese Regelung in der Statusanzeige derzeit noch nicht. Das heißt, bei vorhandenem Impf- oder Genesenenzertifikat und Zertifikat der Auffrischimpfung zeigt sie noch nicht den 2G-Plus-Status an. Das Projektteam arbeitet bereits daran, dass die CWA in Zukunft Zertifikate von Auffrischimpfungen entsprechend einbezieht."

RKI: Mehr als 40 Millionen Mal geladen

Die Corona-Warn-App soll dazu beitragen, die Infektionsraten mit dem Coronavirus einzudämmen. Die App registriert anonymisiert Personen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte. Bei der Luca-App werden gesichert Kontaktdaten der Besucher erfasst, die bei Bedarf dem Gesundheitsamt zur Verfügung gestellt werden.

Die Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts wurde nach Angaben des RKI mittlerweile 40,7 Millionen Mal heruntergeladen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. Januar 2022 um 14:00 Uhr.