Teströhrchen für PCR-Tests in einem Labor | dpa

Corona-Pandemie Erstmals mehr als 300.000 Neuinfektionen

Stand: 24.03.2022 07:17 Uhr

Das Robert Koch-Institut hat 318.387 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet - ein neuer Höchstwert. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 1752,0 von 1734,2 am Vortag. 300 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 300.000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut jüngsten RKI-Angaben vom Morgen 318.387 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 294.931 erfasste Neuinfektionen.

Auch Höchststand der Sieben-Tage-Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1752,0 an. Das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1734,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1651,4.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt.

Den neuen Angaben zufolge wurden deutschlandweit binnen 24 Stunden 300 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 278.

Hohe Dunkelziffer

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 19.596.530 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Auch hier dürfte die tatsächliche Gesamtzahl deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt gestern mit 7,23 an (Dienstag: 7,08). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 15.329.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 127.822.

Entwicklung verabreichter Impfdosen

Lauterbach will Gratis-Tests vorerst beibehalten

Die geltende Corona-Testverordnung, die auch die Kostenfreiheit der Bürgertests regelt, läuft am 31. März aus. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach deutete nun aber an, dass diese Tests länger kostenlos bleiben könnten: "Wenn es die Corona-Lage erfordert, werden die Bürgertests auch über den 31. Mai hinaus zur Verfügung stehen. Wir entscheiden nach Situation", sagte der Minister.

Lauterbach appellierte an die Bürger: "Nutzen Sie die Tests weiterhin, auch wenn keine Negativtests mehr für Bars und Discos verlangt werden. Bei Verwandtenbesuchen, Feiern, Veranstaltungen. Gerade vor Begegnungen mit Immungeschwächten sollte gelten: Nur mit negativem Test."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 24. März 2022 um 08:00 Uhr.