Palmen und Sand sind auf der Theresienwiese in München zu sehen. | dpa

RKI-Zahlen Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 5

Stand: 03.07.2021 05:36 Uhr

Auch in Deutschland dürfte die Delta-Variante inzwischen dominieren, doch der Inzidenzwert bleibt niedrig. Laut RKI ist er inzwischen unter den Wert von 5 gefallen. In etwa 40 Kreisen und Städten liegt er sogar bei 0.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist unter fünf Fälle pro 100.000 Einwohner gefallen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, sank der Wert auf 4,9.

Zuletzt hatte der Wert vor knapp einem Jahr unter der 5er-Schwelle gelegen - am 30. Juli 2020 mit 4,8. Seinen bislang höchsten Stand hatte er am 22. Dezember mit 197,6 erreicht.

Binnen 24 Stunden wurden dem RKI 671 Corona-Neuinfektionen sowie 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt damit bei 3.730.353, die Zahl der Corona-Toten beträgt 91.023. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit etwa 3.627.800 an.

Etwa 40 Städte und Landkreise vermelden aktuell eine Inzidenz von 0. Werte über 20 gibt es derzeit nur noch in vier Städten und Kreisen, darunter in Deutschlands fünftgrößter Stadt Frankfurt am Main.

WHO: Welt wegen Delta in "gefährlicher Phase"

Auch wenn die Corona-Fallzahlen derzeit sehr niedrig sind, gibt die Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus Anlass zur Sorge. Experten gehen davon aus, dass sie auch in Deutschland inzwischen die dominierende Variante ist oder zumindest in Kürze wird.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation sieht die Welt wegen der Delta-Variante in "einer sehr gefährlichen Phase" der Coronavirus-Pandemie. Denn die Mutante sei inzwischen in fast 100 Ländern nachgewiesen, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Delta-Variante mutiere auch noch weiter und entwickele sich in vielen Staaten zum vorherrschenden Virustyp. Tedros mahnte vor diesem Hintergrund ein hohes Impftempo weltweit an.

In Deutschland sind laut RKI-Zahlen vom Freitag 38 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, knapp 56 Prozent haben zumindest die erste Impfdosis erhalten. Damit gehört Deutschland zu den Ländern der Welt, in denen die Impfquote hoch ist.

Die Corona-Varianten und ihre Namen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt ab sofort auf neutrale Bezeichnungen für die Varianten des Coronavirus. Sie sollen nicht mehr nach den Ländern benannt werden, in denen sie zuerst entdeckt wurden. Damit will die WHO Diskriminierung und Stigmatisierung verhindern.

Alpha heißt die zuerst in Großbritannien aufgetauchte Variante B.1.1.7.

Beta lautet der Name für die in Südafrika entdeckte Variante B.1.351.

Gamma steht für die in Brasilien nachgewiesene Variante P.1.

Delta bezeichnet die zunächst in Indien gefundene Variante B.1.617.2.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 02. Juli 2021 um 13:46 Uhr und Deutschlandfunk am 03. Juli 2021 um 08:00 Uhr.