Ein Behälter mit Desinfektionsmittel hängt vor dem Eingang einer Coronavirus-Teststelle in Berlin-Lichtenberg.  | dpa

Corona-Pandemie Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 60

Stand: 13.02.2021 10:00 Uhr

Erneut hat das Robert Koch-Institut weniger Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter zählten 8354 neue Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 60,1 - mit großen regionalen Unterschieden.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter gesunken. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter demnach 8354 neue Fälle. Das sind rund 2100 gemeldete Ansteckungen weniger als am vorigen Samstag. Zudem wurden 551 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI innerhalb eines Tages 10.485 Neuinfektionen und 689 neue Todesfälle verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 60,1

Alle Bundesländer in Deutschland liegen laut RKI bei der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter dem Wert von 100. Als letztes Bundesland rutschte laut RKI-Dashboard auch Thüringen in den zweistelligen Bereich und liegt nun bei 98,8. Nur noch ganz knapp über 50 liegen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (jeweils 51,0). Im Bundesdurchschnitt sank die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner laut RKI am Samstagmorgen auf 60,1 - allerdings gibt es weiterhin große regionale Unterschiede.

Landkreise mit sehr hohen Inzidenzwerten sind weiterhin vor allem im Nordosten Bayerns und in Thüringen zu finden. Besonders hoch ist der Wert laut RKI momentan in den bayerischen Landkreisen Tirschenreuth (351,2) und Wunsiedel im Fichtelgebirge (225,7) an der Grenze zu Tschechien sowie dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen (216,1) in Thüringen.

Die bundesweit geringsten Werte weisen derzeit die Städte Schweinfurt (Bayern / 7,5), Zweibrücken (Rheinland-Pfalz / 11,7) und Münster (Nordrhein-Westfalen / 15,9) sowie der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (Bayern / 15,4) auf.

Bund und Länder streben zunächst einen Wert unter 50 an, um Krankenhäuser und Gesundheitsämter zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. Vor vier Wochen, am 16. Januar, hatte die bundesweite Inzidenz noch bei 139 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

R-Wert weiterhin unter 1,0

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,87 (Vortag 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Insgesamt zählte das RKI seit Beginn der Pandemie 2.328.447 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.112.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die im Zusammenhang einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus gestorben sind, stieg auf 64.742. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. Februar 2021 um 09:30 Uhr.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Moderation 13.02.2021 • 13:14 Uhr

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User, die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen. Mit freundlichen Grüßen, Die Moderation