Hinweisschild auf die Corona-Teststation am Flughafen Dresden | dpa

Corona in Deutschland RKI meldet 4721 Neuinfektionen

Stand: 10.10.2020 09:36 Uhr

Erneut gibt es einen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen: Bundesweit wurden 4721 neue Fälle registriert. Von den fünf größten Städten liegen aktuell drei über dem Warnschwellenwert, eine vierte nur knapp darunter.

In Deutschland sind erneut mehr als 4000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages registriert worden: Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 4721 neue Fälle. Im Vergleich zum Vortag ist das ein deutlicher Anstieg, allerdings kein regelrechter Sprung mehr, wie es ihn zuvor gegeben hatte. Von Mittwoch auf Donnerstag war der Wert von 2828 auf 4058 gestiegen, am Freitag dann auf 4516.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben damit mindestens 319.381 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 10.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9604 - 15 mehr als am Vortag. Etwa 273.500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Sperrstunde in Berlin und Frankfurt

Von den fünf größten Städten Deutschlands überschreiten inzwischen drei die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen: Nach Berlin und Frankfurt/Main liegt nun auch Köln darüber. Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für die Millionenstadt am Rhein am Samstag mit 54,8 an.

Die Kölner Stadtverwaltung hatte das Überschreiten der Schwelle erwartet und deshalb von diesem Samstag an bereits zahlreiche Einschränkungen für das öffentliche Leben angeordnet. Auf Straßen und Plätzen darf abends ab 22.00 Uhr kein Alkohol mehr konsumiert werden. An den Wochenenden gilt an Party-Hotspots ein Verkaufsverbot für Alkohol.

München nur knapp unter Warnschwelle

Außerdem dürfen sich in Köln nur noch bis zu fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen - bisher waren es zehn. In Fußgängerzonen müssen die Menschen Masken tragen. Eine Sperrstunde wie in Berlin oder Frankfurt werde zunächst aber nicht eingeführt, hatte Oberbürgermeisterin Henriette Reker gestern betont.

Von allen großen Städten hatte München als erste den Wert von 50 Neuinfektionen überschritten und daraufhin die Schutzmaßnahmen verschärft. Danach war der Wert dort gesunken, inzwischen liegt er aber wieder knapp unter der Grenze von 50.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Oktober 2020 um 09:50 Uhr.