Corona-Test | AFP

Corona-Pandemie RKI meldet 23.449 Neuinfektionen

Stand: 04.12.2020 09:23 Uhr

Das Robert Koch-Institut vermeldet 23.449 neue Fälle - die Infektionen bleiben auf hohem Niveau. Gesundheitsminister Spahn spricht sich für strengere Beschränkungen in Hotspots aus, diese seien "unbedingt" notwendig.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 23.449 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind etwa 640 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Ansteckungen bleibt damit trotz des Teil-Lockdowns auf einem hohen Niveau. 432 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 18.034.

Insgesamt haben sich bislang mehr als 1,13 Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten dem RKI zufolge etwa 820.600 Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag kaum verändert bei 134,9 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken.

Spahn für strengere Maßnahmen in Hotspots

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert für schärfere Kontaktbeschränkungen in Regionen mit hohen Corona-Infektionszahlen. Dort, wo die Zahlen hoch sind, brauche es "unbedingt" Schritte, die über die zwischen Bund und Ländern verabredeten Maßnahmen hinausgehen, sagte er im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. Dies sei zum Beispiel in Sachsen und Bayern schon erfolgt. Eine solche Entscheidung müsse sich stets nach dem Infektionsgeschehen vor Ort richten. Eine bundesweite Verschärfung des Teil-Lockdowns lehnte er ab.

"Brauchen ein gemeinsames Bewusstsein"

Er appellierte an ein "gemeinsames Bewusstsein" der Bevölkerung. Alle müssten weiterhin aufeinander aufpassen. Das bedeute auch, dass aktuell nicht die Zeit für Treffen im großen Kreis zu Weihnachten sei. Es müsse auch an den Festtagen auf vernünftiges Verhalten geachtet werden. Nicht alles, was erlaubt sei, müsse ausgenutzt werden, betonte er. Er habe aber den Eindruck, dass sich die meisten Bürger daran hielten.

Zudem verteidigte Spahn die seit Freitag geltende Verordnung, durch die sich Lehrer und Erzieher nun selbst mit Schnelltests auf das Coronavirus testen können. Kritik daran verstehe er nicht. "Es ist ja ein Angebot", er habe damit auf Wünsche aus den Bundesländern reagiert. "Ich habe ja nicht gesagt, alle müssen das umsetzen." Unter anderem hatten Verbände der Hals-Nasen-Ohrenärzte vor Selbsttests gewarnt, sie sehen das Risiko falsch negativer Testergebnisse.

Kein Alleingang bei Impfstoff

Bei den nun absehbar zu erwartenden Corona-Impfstoffen sieht Spahn derweil bei der Bestellung und Verteilung keine nationalen Egoismen Deutschlands. Deutschland hätte wie andere große Länder auch im Alleingang einen Impfstoff zulassen können, sagte Spahn. Es sei aber von Anfang an in der Europäischen Union gesagt worden, "wir machen das zusammen".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Dezember 2020 um 09:00 Uhr.