Touristen sonnen sich am Strand von Dubrovnik in Kroatien | REUTERS

Ab heute Viele Länder kein Risikogebiet mehr

Stand: 13.06.2021 08:52 Uhr

Die Alpen im Westen Österreichs ebenso wie griechische Inseln und kroatische Badeorte - seit heute sind beliebte Länder und Gebiete von der Corona-Risikoliste gestrichen. Ganz entfallen Reisehürden dadurch aber nicht.

Ganz Österreich sowie zahlreiche andere Länder und Regionen gelten seit heute nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Bundesregierung strich auch die verbliebenen zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg von der Risikoliste, ebenso wie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

In Kroatien sind nur noch zwei Regionen im Landesinneren auf der Risikoliste, alle Urlaubsgebiete an der Adria-Küste sind "risikofrei". In Griechenland werden die Peloponnes und die Inseln der nördlichen Ägäis - dazu zählen unter anderen Lesbos und Samos - von der Risikoliste gestrichen.

Keine Einreisebeschränkungen mehr

Auch die Inseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika gelten nach sinkenden Corona-Infektionszahlen nicht mehr als Risikogebiete, darunter die USA und Kanada.

Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss nun keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

Außerdem sind folgende Staaten nun keine Risikogebiete mehr: Armenien, Aserbaidschan, Bosnien, Kosovo, Libanon, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien und die Ukraine. Hinzu kommen zwei Regionen in Norwegen. Für alle diese Länder und Regionen entfällt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Nur noch der Rat zur "besonderen Vorsicht"

Ab 1. Juli rät die Bundesregierung auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch "um besondere Vorsicht gebeten".

Gelockert werden die Einreisebeschränkungen auch für Georgien, Katar und Mexiko. Diese drei Länder werden vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet zurückgestuft. Damit entfällt die generelle Quarantänepflicht von fünf bis zehn Tagen bei Einreise nach Deutschland. Wer einen negativen Test vorweisen kann, muss sich nicht mehr selbst isolieren.

Lissabon wieder Risikogebiet, Malaysia Hochinzidenzgebiet

Einige der Änderungen der Corona-Risikoliste, die heute in Kraft traten, weisen allerdings auch in die andere Richtung: So gelten die portugiesische Hauptstadt Lissabon und die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika wieder als Corona-Risikogebiete.

Sri Lanka, Malaysia, Namibia und Mongolei wurden dagegen mit den Änderungen zu heute zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft mit Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland. Als Hochinzidenzgebiete werden in der Regel Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche über 200 liegt. Als Risikogebiete gelten Länder mit einer Inzidenz über 50.

Österreich verlangt weiterhin negativen Corona-Test

Regeln anderer Staaten für die Einreise aus Deutschland bleiben davon allerdings unberührt. Wer etwa aus Deutschland nach Österreich einreist, muss auch weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen können. Davon ausgenommen ist, wer eine Impfung nachweisen kann oder bereits von Corona genesen ist. In den USA und Kanada gilt etwa nach wie vor eine Einreisesperre für Deutsche, die nicht dort leben.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 13. Juni 2021 um 09:00 Uhr.