Ein Mann mit Gesichtsmaske bereitet Liegen für Touristen am Strand vor. | AP

Corona-Krise Urlaubsreisen wohl erst ab Pfingsten

Stand: 11.01.2021 15:30 Uhr

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Bareiß, hat erklärt, dass Reisen wohl erst ab Pfingsten wieder problemlos möglich sein werden. Die Regierung erarbeitet gerade einen Stufenplan für Rückkehrer aus Risikogebieten.

Urlaubsreisen in den Osterferien werden aus Sicht des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß, wegen Corona weiterhin nur sehr eingeschränkt möglich sein. "Ich glaube, dass Reisen etwas ist, dass die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist", sagte er bei RTL.

Hoffen auf den Sommer

Mit Besserung rechne er erst im zweiten Vierteljahr. "Ab den Pfingstferien wird es wieder besser. Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird." Für den Sommer rechnet Bareiß damit, dass Urlaub nicht nur in Deutschland, sondern - je nach Lage - sogar auch im fernen Ausland möglich sein könnte. "Wenn wir im zweiten Quartal in Deutschland wirklich die meisten Menschen geimpft haben, wird es im Sommer eine Sicherheit geben fürs Reisen", sagte er dem Sender.

Zunächst plant die Regierung laut Bareiß allerdings eine Verschärfung der Einreiseregeln für Rückkehrer aus Gebieten mit besonders hohen Fallzahlen oder Coronavirusmutationen. Eine Änderung der entsprechenden Verordnung könnte das Kabinett am Mittwoch beschließen, sagte Bareiß.

Neue Verordnung der Regierung

Die Bundesregierung will bei den Test- und Quarantänevorschriften für Reiserückkehrer ein mehrstufiges System einführen. So gilt weiterhin eine Quarantänepflicht bei der Rückkehr aus Ländern oder Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Eine zusätzliche Testpflicht soll es dazu für die Einreise aus Hochrisikogebieten mit mehr als 200 neuen Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen geben.

Ausnahmen für Pendler

Auch das Innenministerium äußerte sich zu dem Thema. Ausnahmen werde es voraussichtlich für Lieferverkehr und Berufspendler geben, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, in Berlin. Er gehe davon aus, dass die Interessen dieser Gruppen auch in der neuen Regelung "eine besondere Berücksichtigung erfahren". Die Abstimmungen zu Details seien aber noch nicht abgeschlossen.

Wohl keine Privilegien für Geimpfte

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich am vergangenen Dienstag auf neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Dazu gehört auch eine Verpflichtung, in den 48 Stunden vor der Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland oder direkt nach der Ankunft einen Corona-Test vornehmen zu lassen.

Ob Menschen, die bereits gegen Covid-19 geimpft wurden, davon ausgenommen sein werden, ist noch nicht klar. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Bedenken. "Ich habe deutlich gemacht, welche politische Haltung der Bundesinnenminister zum Thema Privilegien für Geimpfte hat", sagte sein Sprecher.

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