Menschen protestieren gegen Corona-Lügen und Impfskepsis in Hamburg. | EPA

Corona-Maßnahmen Bundesweite Demos und Proteste

Stand: 15.01.2022 17:46 Uhr

In mehreren Städten sind Tausende Menschen für und gegen die Corona-Regeln auf die Straße gegangen. In Freiburg zogen 6000 Kritiker der Maßnahmen durch die Stadt, in Hamburg protestierten 3000 Menschen gegen Corona-Leugner.

Bundesweit sind in mehreren Städten Tausende Menschen für und gegen die Corona-Maßnahmen im Land auf die Straße gegangen. Allein nach Freiburg kamen etwa 8500 Menschen, um sich für und gegen die staatlichen Corona-Regeln zu wenden.

Rund um die Innenstadt zogen nach Polizeiangaben etwa 6000 Gegnerinnen und Gegner der Corona-Politik. In der Stadtmitte hatten sich zuvor etwa 2500 Menschen zu einer Gegendemonstration versammelt, um sich unter anderem gegen Verschwörungsideologien und Corona-Verharmlosung zu wenden. Größere Zwischenfälle verzeichnete die Polizei zunächst nicht.

Protest gegen Corona-Leugner in Hamburg

In Hamburg gingen etwa 3000 Menschen gegen Corona-Leugner und Verschwörungsideologien auf die Straße. Nach Polizeiangaben beteiligten sich etwa 2900 Menschen an einem Protestzug unter dem Motto "Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien" durch die Innenstadt. Dazu aufgerufen hatte das Hamburger Bündnis gegen Rechts, das von mehr als 100 Organisationen und Gruppen unterstützt wurde.

Auf Plakaten waren Sprüche zu lesen wie: "Impfen statt schimpfen", "Wer mit Nazis spaziert, hat gar nichts kapiert" oder "Querdenken über die Klippe lenken" zu lesen. Die Demonstration hatte größeren Zulauf als erwartet. Ursprünglich waren 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet worden.

Verbotener Corona-Protest vor Hamburger Kunsthalle

Ursprünglich war die Versammlung als Gegenkundgebung für eine große Demonstration von Impfgegnerinnen und -gegnern geplant worden, zu der bis zu 15.000 Teilnehmende erwartet worden waren. Diese hatte die Polizei aus Infektionsschutzgründen jedoch verboten. Ein Eilantrag der Anmelderin gegen die Untersagung war vom Verwaltungsgericht abgelehnt worden.

Trotz des Verbots versammelten sich Hunderte Gegnerinnen und Gegner der Corona-Maßnahmen vor der Hamburger Kunsthalle und auf umliegenden Straßen. Die Polizei sprach von etwa 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Es kam auch zu einzelnen Handgreiflichkeiten mit der Polizei, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Die meisten Teilnehmenden trugen keine Masken.

Demonstrationen in mehreren Städten Niedersachsens

Auch in mehreren Städten Niedersachsens gab es erneut Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. In Osnabrück versammelten sich nach Schätzung der Polizei etwa 1500 Menschen zu einer Demonstration. Vermehrt wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Ebenfalls angemeldete Demonstrationen in Lüneburg und Uelzen gegen die Corona-Politik verliefen nach Polizeiangaben ohne große Maßnahmen. Abstände seien eingehalten und Masken getragen worden.

In der Schweriner Innenstadt protestierten zeitgleich erneut zahlreiche Menschen gegen Corona-Beschränkungen und eine Impfpflicht. Nach Polizeiangaben beteiligten sich an dem Protest in der Spitze etwa 1070 Menschen. Das Motto des Protests lautete: freie Impfentscheidung, keine Spaltung. Die geltenden Abstandsregeln wurden nach Angaben der Polizei eingehalten.

Proteste auch in München, Fürth und Düsseldorf

Etwa 1000 Menschen protestierten in München nach Polizeiangaben friedlich gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Auflagen. Der Veranstalter hatte die Aktion zuvor bei der Stadt angemeldet. In Fürth versammelten sich etwa 1900 Menschen, die sich etwa gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht aussprachen. "Bislang ist alles störungsfrei", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Mehrere Tausend Gegnerinnen und Gegner einer Corona-Impfpflicht kamen auch in Düsseldorf zu einer Demonstration durch die Innenstadt zusammen. Ein Anmelder, der der "Querdenken"-Initiative zugerechnet wird, hatte eine Kundgebung mit 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angemeldet. Nach Polizeiangaben verlief die Kundgebung zunächst friedlich.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Januar 2022 um 17:00 Uhr.