Gebäude der Leopoldina in Halle | Bildquelle: dpa

Gutachten zur Corona-Krise Lob für Leopoldina-Empfehlungen

Stand: 13.04.2020 18:48 Uhr

Die Wissenschaftsakademie Leopoldina hat eine Rückkehr zur Normalität empfohlen - unter anderem mit Schulöffnungen und Maskenpflicht in Bus und Bahn. Mehrere Politiker lobten das Corona-Gutachten der Regierungsberater.

Mehrere Politiker haben die Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur möglichen Lockerung von Einschränkungen in der Corona-Krise gelobt.

Forschungsministerin Anja Karliczek nannte die Empfehlungen eine "exzellente Beratungsgrundlage". Oberstes Ziel bleibe, die Ansteckungsgefahr zu reduzieren und Risikogruppen zu schützen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sprach von der "bisher fundiertesten und plausibelsten wissenschaftlichen Handlungsempfehlung zur Corona-Krise".

Diese wichtige Expertise werde beim Gespräch der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch eine zentrale Rolle spielen, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. Im Interesse der Kinder und ihres Wohlergehens wäre es gut, dass möglichst viele von ihnen bald wieder in Krippe, Kindergarten und Schule gehen könnten. "Entscheidend ist, wie wir mit der Eindämmung des Virus vorangekommen sind", sagte Woidke.

Sven Knobloch, MDR, zu den Empfehlungen der Leopoldina
tagesschau 14:20 Uhr, 13.04.2020

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

alt Gebäude der Leopoldina in Halle | Bildquelle: dpa

Leopoldina

Die Leopoldina ist eine der weltweit ältesten naturwissenschaftlichen Gelehrtengesellschaften und seit 2008 die Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands. Unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen berät sie Entscheidungsträger über gesellschaftlich relevante Themen.

1652 in Schweinfurt als "Academia Naturae Curiosorum" gegründet, erhielt sie ihren heutigen Namen von Kaiser Leopold I., der sie 1687 zur Reichsakademie erhob. Seit 1878 hat sie ihren Sitz in Halle.

Die derzeit mehr als 1500 Mitglieder sind wegen ihrer herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in die Leopoldina gewählt worden. In der Vergangenheit waren das Forscher wie Albert Einstein, Marie Curie, Charles Darwin, Max Planck und Niels Bohr.

Leopoldina empfiehlt schrittweise Schulöffnung

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt etwa im Bildungsbereich, unter Gesundheits- und Hygienevoraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise zu öffnen. Auch viele weitere Teile des öffentlichen Lebens könnten schrittweise wieder normalisiert werden.

Der Betrieb von Kitas sollte "nur sehr eingeschränkt wiederaufgenommen werden". Da kleinere Kinder sich nicht an die Distanzregeln hielten, aber Überträger seien, sollten Kitas für die jüngeren Jahrgänge bis zu den Sommerferien weiterhin im Notbetrieb bleiben.

Ramelow für Öffnungen im Einzelhandel

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kann sich vorstellen, dass unter strengen Vorgaben der Einzelhandel schrittweise wieder öffnet. "Das geht aber nur mit mehr Personal, mehr Abstand und Kontrollen und strikten Auflagen", er. Er plädiere für ein gemeinsames Agieren der Länder.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet bereitete die Bürger auf "viele kleine, vorsichtige Schritte" vor. Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans forderte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe einen "Masterplan" zum Umgang mit dem Virus. "Es geht nicht um Rückkehr zur Normalität, sondern wie eine neue Normalität aussehen wird", sagte der CDU-Politiker.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer bezeichnete hat die Empfehlungen der Leopoldina als weiteren Weckruf für die Bundesregierung bezeichnet. Der Bericht sei auch "Startschuss für die Bundesregierung zur Entwicklung und Umsetzung eines Masterplans zum stufenweisen Wiedereinstieg in eine neue Normalität".

Beratungen mit Kanzlerin am Mittwoch

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beraten am Mittwoch darüber, wie nach dem 19. April verfahren wird. Unter anderem soll dabei erörtert werden, ob Teile der harten Beschränkungen schrittweise zurückgefahren werden können. Merkel hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. April 2020 um 17:00 Uhr.

Darstellung: