Ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Bitte halten Sie 1,5 m Abstand" | Bildquelle: dpa

Maßnahmen gegen Pandemie Was Sie über die Corona-Regeln wissen müssen

Stand: 02.09.2020 11:07 Uhr

Maskenpflicht, Regeln für Abstand, Hygiene, Schulen, Demonstrationen und Feiern - im Kampf gegen das Coronavirus haben die Bundesländer großen Spielraum. Lesen Sie hier, welche Regeln wo gelten. Der aktuelle Stand im Überblick:

Bußgelder bei Missachtung der Maskenpflicht

Baden-Württemberg: Maskenverweigerer etwa in Geschäften sollen mindestens 50 Euro zahlen. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sind mindestens 100 Euro fällig.

Bayern: Eine Maske im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend. Nur aus gesundheitlichen Gründen und mit einem ärztlichen Attest sind Ausnahmen möglich. Der Bußgeld-Regelsatz wurde auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen angehoben.

Berlin: In Bussen und Bahnen wird bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 50 Euro bis zu 500 Euro erhoben.

Brandenburg: Der bewusste Verzicht auf eine Corona-Maske kostet künftig 50 Euro bis 250 Euro Bußgeld.

Bremen: Wer in Geschäften oder in Bus und Bahnen ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen.

Hamburg: Wer ohne korrekt sitzenden Mund-Nasen-Schutz Bus oder Bahn fährt, muss 40 Euro zahlen. Die Behörden prüfen derzeit, in welcher Form künftig Bußgelder erhoben werden können.

Hessen: Wer in Bussen und Bahnen keine Abdeckung von Mund und Nase trägt, muss ohne vorherige Ermahnung 50 Euro bezahlen.

Mecklenburg-Vorpommern: Das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer in Nahverkehr und Einzelhandel steigt von 25 auf 50 Euro. Die Obergrenze für Verstöße liegt bei 150 Euro.

Niedersachsen: Laut dem aktuellen Bußgeldkatalog drohen Maskenverweigerern Strafen bis zu 150 Euro. Niedersachsen verschiebt die Lockerungen der Corona-Regeln angesichts steigender Infektionszahlen um weitere zwei Wochen auf den 1. Oktober. Zunächst sollen die Auswirkungen von Schulbeginn und Urlaubsrückkehrern abgewartet werden.

Nordrhein-Westfalen: Wer etwa in Supermärkten keine Maske trägt, muss ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Im öffentlichen Nahverkehr sind sogar 150 Euro fällig - ohne zusätzliche Aufforderung.

Rheinland-Pfalz: Wer sich nicht an die Maskenpflicht hält, muss künftig 50 Euro bezahlen.

Saarland: Für Verstöße gegen die Maskenpflicht müssen künftig bis zu 100 Euro bezahlt werden, bei einem ersten Verstoß können es die Behörden bei einem Verwarngeld von 50 Euro belassen. Bis zu 500 Euro Bußgeld drohen denjenigen, die nicht dafür sorgen, dass in ihrem Verantwortungsbereich Alltagsmasken getragen werden.

Sachsen: Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften wird ein Bußgeld von 60 Euro erhoben.

Sachsen-Anhalt: Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, soll auch künftig keine Strafe zahlen müssen.

Schleswig-Holstein: Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen werden mit einem Bußgeld von 150 Euro zur Kasse gebeten.

Thüringen: Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wird ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro erhoben.

Öffentliche Veranstaltungen

Baden-Württemberg: Tagungen, Kongresse, Messen und kleinere Sportevents mit bis zu 500 Menschen sind erlaubt. Auch Messen mit mehr als 500 Besuchern dürfen wieder öffnen, wenn bestimmte Auflagen erfüllt werden. Großveranstaltungen wie Volksfeste, auf denen kaum Hygienemaßnahmen durchsetzbar sind und die Kontakte nicht nachvollzogen werden können, bleiben bis mindestens Ende des Jahres verboten.

Bayern: Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen - das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne feste Plätze liegt die Obergrenze bei 200 draußen beziehungsweise 100 Menschen drinnen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst-, Handwerker- oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt.

Berlin: Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl bei Messen, Tagungen und gewerblichen Freizeitangeboten im Innenbereich liegt bei 750, ab 1. Oktober sind 1000 möglich. Draußen dürfen bei solchen Veranstaltungen bis zu 5000 Menschen zusammenkommen, zuvor waren es bis zu 1000.

Brandenburg: Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Abstands- und Hygieneregeln, im Freien ein geregelter Zutritt und in Räumen genügend Frischluft sowie das Erfassen von Personendaten müssen gewährleistet werden. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen sind bis Neujahr 2021 verboten. Für Autokinos oder ähnliche Veranstaltungen kann es in Einzelfällen Ausnahmen der Gesundheitsämter geben.

Bremen: Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen in Innenräumen sind erlaubt. Unter freiem Himmel können bis zu 400 Personen zu einer Veranstaltung zusammenkommen. Messen und Großveranstaltungen auch mit mehr Teilnehmern können mit Ausnahmegenehmigung und unter Auflagen stattfinden. Voraussetzungen dafür sind ein Hygienekonzept und die Einhaltung des Abstandes von mindestens 1,5 Metern zueinander. Die Veranstalter müssen zudem die Namen der Teilnehmenden protokollieren.

Hamburg: Unter Auflagen sind Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig.

Hessen: Prinzipiell müssen Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen nicht genehmigt werden, es gelten aber Hygiene- und Abstandsregeln. Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind erlaubt, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und jedem Zuschauer drei Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

Mecklenburg-Vorpommern: In Räumen dürfen maximal 200 Menschen zusammenkommen, bei Veranstaltungen im Freien 500. In Ausnahmen können in Räumen auch bis zu 400 und im Freien bis zu 1000 Menschen zugelassen werden. Über diese Zahlen hinaus soll es zunächst keine Genehmigungen geben. Volksfeste bleiben verboten.

Niedersachsen: Messen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Für Veranstaltungen zum Beispiel im Kulturbereich gilt eine Obergrenze von 500 Besuchern.

Nordrhein-Westfalen: Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen müssen künftig mit dem Land abgestimmt werden - die Kommunen dürfen darüber nicht mehr allein entscheiden. Für Veranstaltungen mit mehr als 500 teilnehmenden Personen gelten verschärfte Vorgaben: Unter anderem muss der Veranstalter sicherstellen, dass auch An- und Abreise unter Einhaltung des Infektionsschutzes erfolgen können.    

Rheinland-Pfalz: In Innenräumen dürfen sich bei Veranstaltungen, darunter auch Messen oder Märkte, bis zu 150 Menschen versammeln. Im Freien sind Veranstaltungen mit bis zu 350 Menschen möglich, wenn der Abstand gewahrt bleibt und Kontaktdaten erfasst werden. 

Saarland: Veranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 900 Menschen zugelassen, in geschlossenen Räumen mit bis zu 450.

Sachsen: Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sind wieder erlaubt, allerdings nur, wenn in der Region des Veranstaltungsortes in den vergangenen sieben Tagen die Zahl der Neuinfektionen 20 pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt. In Jazzclubs oder anderen kleineren Lokalitäten können Konzerte stattfinden. Bis zu 1000 Personen dürfen beim Breiten- und Freizeitsport unter Auflagen zuschauen, also auch bei Fußballspielen.

Sachsen-Anhalt: Bei professionell organisierten Veranstaltungen wie Fachtagungen, Vereinstreffen oder Parteiversammlungen sind unter freiem Himmel bis zu 1000 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Teilnehmerzahl auf 500 begrenzt. Ab 17. September sollen dann Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen möglich sein, wenn sie gesondert genehmigt werden. Voraussetzung ist, dass die Sport- und Kulturveranstalter ein Corona-Schutzkonzept vorlegen. Dieses muss sowohl von den Kommunen als auch vom Gesundheits- und vom Innenministerium genehmigt werden.

Schleswig-Holstein: Veranstaltungen im Freien sind für bis zu 500 Teilnehmende erlaubt, in geschlossenen Räumen für bis zu 250.

Thüringen: Bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen müssen die Kontaktdaten der Teilnehmer erfasst werden. Veranstaltungen wie Volks-, Dorf-, Stadt-, Schützen- oder Weinfeste, Sportveranstaltungen mit Zuschauern oder Festivals sind mit Zustimmung der jeweiligen Gesundheitsbehörde möglich.

Private Feiern

Baden-Württemberg: Zu privaten Feiern zu Hause oder in angemieteten Räumen, also beispielsweise in Restaurants, Vereinsheimen oder Gemeindehäusern, dürfen sich maximal 500 Menschen treffen. Bei Feiern mit mehr als 100 Menschen muss es allerdings ein schriftliches Hygienekonzept geben. Treffen mit bis zu 20 Menschen sind auch ohne Abstandsregeln und Hygienevorschriften möglich.

Bayern: Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Vereinssitzungen dürfen mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien stattfinden.

Berlin: Bei privaten Feiern im Innenbereich sind analog zu den Regelungen für andere Veranstaltungen 750 Teilnehmer erlaubt und ab 1. Oktober 1000. Draußen dürfen bis zu 5000 Menschen zusammenkommen. Bei Feiern mit mehr als 50 Teilnehmenden drinnen wie draußen müssen die Gastgeber ein Hygienekonzept vorlegen.

Brandenburg: Private Feiern sind in Wohnung oder im Garten bis zu einer Obergrenze von 75 Menschen erlaubt. Für private Feiern in Gaststätten oder Gemeindesälen bestimmt die Raumgröße bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter die Zahl der Teilnehmer.

Bremen: Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen in Innenräumen sind erlaubt. Unter freiem Himmel können bis zu 400 Personen zu einer Veranstaltung zusammenkommen. Voraussetzungen für solche Zusammenkünfte sind ein Hygienekonzept und die Einhaltung des Abstandes von mindestens 1,5 Metern zueinander. Die Veranstalter müssen zudem die Namen der Teilnehmenden protokollieren.

Hamburg: Für Feiern im privaten Raum, zum Beispiel in der eigenen Wohnung oder auf dem eigenen Grundstück, gilt derzeit eine Obergrenze von 25 Personen. Bei Feiern in angemieteten Räumen, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird, dürfen maximal 50 Menschen zusammenkommen.

Hessen: Prinzipiell müssen Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen nicht genehmigt werden, es gelten aber Hygiene- und Abstandsregeln.

Mecklenburg-Vorpommern: Bei Familienfeiern sind höchstens 50 Personen zulässig, bei Hochzeiten, Jugendweihen oder religiösen Festen auch 75, ebenso bei Trauungen und Beisetzungen.

Niedersachsen: Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen mit der Obergrenze von zehn Personen, sofern es sich nicht ausschließlich um Angehörige oder die Mitglieder zweier Haushalte handelt. Feste wie Taufen, Hochzeiten sowie Beerdigungen sind mit bis zu 50 Personen möglich.

Nordrhein-Westfalen: Für private Feiern zu Hause gibt es keine Teilnehmerbegrenzung. Wer Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage außer Haus feiern will, darf das mit höchstens 150 Teilnehmern. Die gleiche Teilnehmerzahl gilt für Beerdigungen. Voraussetzungen sind zudem die Beachtung von Hygieneregeln und die Erfassung der Personalien der Gäste.

Rheinland-Pfalz: Familienfeste oder Hochzeiten sind unter anderem möglich, wenn der Personenkreis vorher festgelegt wird und höchstens 75 Gäste kommen.

Saarland: Veranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 900 Menschen zugelassen, in geschlossenen Räumen mit bis zu 450.

Sachsen: In einer Gaststätte oder einem angemieteten Raum dürfen sich bis zu 100 Menschen bei Familienfeiern treffen. Betriebs- und Vereinsfeiern sowie Kinderferienlager mit bis zu 50 Personen sind wieder möglich.

Sachsen-Anhalt: Zu privaten Feiern dürfen bis zu 50 Menschen kommen. Bei professionell organisierten Festen wie Hochzeiten, Trauerfeiern oder Veranstaltungen wie Fachtagungen, Vereinstreffen oder Parteiversammlungen sind unter freiem Himmel bis zu 1000 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Teilnehmerzahl für solche Veranstaltungen auf 500 begrenzt.

Schleswig-Holstein: Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen sind im privaten Raum zulässig. Draußen dürfen sich bis zu 150 Menschen versammeln.

Thüringen: Familienfeiern mit mehr als 50 Teilnehmern müssen dem jeweiligen Gesundheitsamt gemeldet werden. Im Freiem müssen Familienfeiern ab 100 Teilnehmern bei den Behörden angezeigt werden.

Kontaktbestimmungen

Baden-Württemberg: In der Öffentlichkeit dürfen sich 20 Menschen aus mehreren Haushalten treffen. Generell muss in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand zu anderen Menschen von 1,5 Metern eingehalten werden.

Bayern: Im öffentlichen Raum dürfen sich Gruppen von bis zehn Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Berlin: Es gibt keine Kontaktbeschränkungen. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin.

Brandenburg: Es gelten keine Kontaktbeschränkungen. Abstands- und Hygieneregeln müssen aber weiter eingehalten werden.

Bremen: Angehörige aus zwei Haushalten können sich in unbestimmter Zahl im öffentlichen Raum treffen. Erlaubt sind auch Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten. Die Regeln für Besuche in Pflegeeinrichtungen sind gelockert worden.

Hamburg: Im privaten Rahmen können bis zu 25 Personen zu Feiern zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten. Treffen in der Öffentlichkeit sind auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt.

Hessen: Im öffentlichen Raum dürfen sich bis zu zehn Menschen treffen, ohne den Mindestabstand einhalten zu müssen und unabhängig von der Zahl der Haushalte, aus denen sie stammen.

Mecklenburg-Vorpommern: Die Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum mit einer Obergrenze von zehn Personen sind aufgehoben. Es dürfen sich also mehr Menschen treffen, doch sie sind angehalten, möglichst die gebotenen Abstände einzuhalten und Mundschutz zu tragen.

Niedersachsen: Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen sich treffen. Sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein.

Nordrhein-Westfalen: Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich im Freien treffen. Sind es Personen aus zwei Haushalten, dürfen es auch mehr sein. 

Rheinland-Pfalz: Bis zu zehn Menschen dürfen sich treffen - unabhängig von der Zahl der Haushalte, aus denen sie kommen.

Saarland: Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen sind zugelassen.

Sachsen: Es können sich zwei Hausstände treffen. Auch Treffen mit bis zu zehn Menschen sind erlaubt, drinnen wie draußen. In einer Gaststätte oder einem angemieteten Raum dürfen sich bis zu 100 Menschen bei Familienfeiern treffen. Betriebs- und Vereinsfeiern sowie Kinderferienlager mit bis zu 50 Personen sind wieder möglich.

Sachsen-Anhalt: Die Landesregierung empfiehlt, sich mit nicht mehr als zehn Menschen zu treffen und den Kreis derer, die man trifft, möglichst gering zu halten. Ein offizielles Kontaktverbot gibt es aber nicht.

Schleswig-Holstein: Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen sind im privaten Raum zulässig. Draußen dürfen sich bis zu 150 Menschen versammeln.

Thüringen: Es gelten keine Kontaktbeschränkungen. Allerdings empfiehlt die aktuelle Verordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen.

Schulen und Kitas

Baden-Württemberg: Nach den Sommerferien soll wieder regulär unterrichtet werden. An weiterführenden Schulen soll eine Maskenpflicht gelten - aber nicht im Unterricht, sondern auf den Fluren, Pausenhöfen sowie in Treppenhäusern und Toiletten. Kitas können öffnen.

Bayern: Es gibt mehrstufige Pläne für Schulen, Kindergärten und Co., wie es abhängig vom lokalen Pandemie-Verlauf weitergehen soll. Für zunächst neun Schultage gibt es eine Maskenpflicht für alle Schüler weiterführender Schulen und Lehrer im Unterricht. Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen - sofern in einer Region der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten wird. Kinder mit Schnupfen und laufender Nase sollen auch nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Lokale Schließungen von Einrichtungen sollen in jedem Fall die letzte Option sein.

Berlin: Es gilt eine Maskenpflicht für Lehrkräfte und Schüler. Allerdings nicht im Unterricht selbst, sondern nur auf Fluren, Toiletten, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen. Auf Wunsch der Eltern kann sich eine Klasse aber freiwillig darauf verständigen, dass der Mund-Nasen-Schutz auch im Unterricht getragen wird. Die Abstandsregel von 1,50 Meter muss in den Schulen nicht mehr eingehalten werden. In den Kitas soll die Betreuung aller Kinder wieder in vollem Umfang stattfinden.

Brandenburg: In Schulen und Horten gilt eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer auf Fluren, in Gängen, Treppenhäusern und beim Anstehen vor Mensen. Nicht aber in Klassenräumen und Schulhöfen. Schüler sollen so sitzen, dass enge Kontakte minimiert werden. Kitas sind für alle Kinder wieder offen.

Bremen: Kitas sind im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. An weiterführenden Schulen gilt eine Maskenpflicht im Gebäude, aber nicht im Unterricht. Grundschüler sind ausgenommen. An Schulen dürfen klassenübergreifend Gruppen von bis zu 120 Schülerinnen und Schülern etwa für Pausen und Ganztagsbetreuung gebildet werden, an Kitas mit bis zu 60 Kindern.

Hamburg: Schülerinnen und Schüler aus einer Klasse können gemeinsam unterrichtet werden. Einschränkungen wie die bisherigen Abstandsgebote bleiben vorsichtshalber erhalten. In bestimmten Situationen gibt es für Kinder einer Jahrgangsstufe Ausnahmen. Seit Beginn des Schuljahres gilt eine Maskenpflicht für das gesamte Schulgelände, nicht aber für den Unterricht selbst. Ausgenommen von den Regelungen sind Grundschüler. Zudem sind auch Kitas wieder im Normalbetrieb - zumindest was die Betreuungszeiten angeht. Für Eltern und Erzieher gelten besondere Hygienemaßnahmen.

Hessen: Die Kitas sind zum Regelbetrieb übergegangen. Schüler und Lehrer müssen auf dem Schulgelände eine Alltagsmaske tragen, aber nicht während des Unterrichts. In einigen Kommunen, darunter auch Hessens größter Stadt Frankfurt, wurde aber für Schulen eine Maskenpflicht auch im Unterricht angeordnet.

Mecklenburg-Vorpommern: Kitas stehen allen Kindern offen. An den Schulen gibt es einen verlässlichen und täglichen Regelunterricht - mit mindestens vier Stunden am Tag in der Grundschule und an den weiterführenden Schulen mit mindestens fünf Stunden. Schüler und Lehrer müssen auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der vorgeschriebene Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann. In den Klassenräumen selbst muss kein Mundschutz getragen werden. Die Maskenpflicht gilt ab Klasse fünf.

Niedersachsen: Die Kitas sind im Regelbetrieb für alle Kinder geöffnet. Der Unterricht an den Schulen hat begonnen, es gibt Einschränkungen durch erste Corona-Fälle. Eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht ist nicht geplant, eine Mund-Nasen-Bedeckung soll aber außerhalb des Unterrichts in beengten Bereichen wie etwa Gängen vorgeschrieben werden, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Nordrhein-Westfalen: Kita-Kinder werden wieder regulär betreut. An den Schulen gilt Maskenpflicht. Während des Unterrichts dürfen die Schüler die Masken allerdings abnehmen.

Rheinland-Pfalz: Schüler müssen außerhalb des Klassenzimmers eine sogenannte Alltagsmaske tragen. Die Kitas haben wieder den Regelbetrieb aufgenommen.

Saarland: Das Hygienekonzept in den Schulen sieht vor, dass die Schüler während des Unterrichts und in Pausen unter freiem Himmel keine Alltagsmasken tragen müssen, im Schulgebäude aber prinzipiell schon. Die Kitas sind wieder im Regelbetrieb.

Sachsen: Die Kitas können zum Regelbetrieb übergehen – allerdings mit erhöhten Hygieneauflagen. In Kitas und an Schulen gilt weiterhin keine umfassende Maskenpflicht.

Sachsen-Anhalt: Aktuell können die Schulleitungen festlegen, ob und wo ein Mund-Nasen-Schutz auf dem Schulgelände getragen werden muss.

Schleswig-Holstein: Es gilt eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände, aber nicht im Unterricht. Kitas können in den Regelbetrieb zurückkehren.

Thüringen: In allen Kitas gilt ein eingeschränkter Regelbetrieb. Kindergärten und Grundschulen öffnen für alle Kinder täglich. Schüler und Lehrer müssen im Unterricht keine Masken tragen. Mund-Nasen-Bedeckungen sind aber in Situationen Pflicht, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen.

Demonstrationen

Baden-Württemberg: Versammlungen sind erlaubt - allerdings mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes, zum Beispiel Abstände oder Höchstteilnehmerzahlen.

Bayern: Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.

Berlin: Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr. Bei Kundgebungen mit mehr als 100 Teilnehmern müssen diese Masken tragen. Die Pflicht soll auch bei einer geringeren Teilnehmerzahl gelten, wenn bei der Demonstration skandiert oder gesungen wird.

Brandenburg: Demonstrationen im Freien sind ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden.

Bremen: Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden.

Hamburg: Für größere Versammlungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung. Es wird jeweils der Einzelfall mit Blick auf Hygiene- und Abstandsregeln geprüft.

Hessen: Demonstrationen sind unter Auflagen erlaubt.

Mecklenburg-Vorpommern: Demonstrationen und Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt, in Ausnahmefällen nach besonderer Genehmigung auch mit bis zu 1000 Teilnehmern.

Niedersachsen: Demonstrationen unter freiem Himmel können ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden.

Nordrhein-Westfalen: Demonstrationen sind grundsätzlich erlaubt - bei Einhaltung der Abstandsregeln und einer Höchstzahl an Teilnehmern, gerechnet auf die Gesamtfläche.

Rheinland-Pfalz: Demonstrationen im Freien sind unter Auflagen möglich.

Saarland: Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes unter freiem Himmel sind unter Auflagen erlaubt.

Sachsen: Kundgebungen sind nicht auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt.

Sachsen-Anhalt: Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie zusammen mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine pauschale Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht.

Schleswig-Holstein: Versammlungen und Demonstrationen sind mit bis zu 500 Teilnehmern im Freien und mit bis zu 250 in geschlossenen Räumen möglich.

Thüringen: Demonstrationen ohne Beschränkungen der Teilnehmerzahl sind möglich.

(Quelle: dpa)

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 01. September um 17:29 Uhr und die tagesthemen am 27. August 2020 um 22:35 Uhr.

Darstellung: