Eine Frau trägt bei ihrem Einkauf in einem bayerischen Supermarkt einen Mundschutz. | Bildquelle: dpa

Bevorstehende Feiertage "Ostereinkäufe möglichst entzerren"

Stand: 06.04.2020 18:15 Uhr

Damit es vor den Feiertagen nicht zu einem Ansturm auf Geschäfte kommt, ruft Ministerin Klöckner dazu auf, rechtzeitig einzukaufen. Dabei ist es - bis auf die Supermärkte - gar nicht so ersichtlich, wo welcher Laden noch auf hat.

Angesichts der bevorstehenden Feiertage appelliert Bundesernährungsministerin Julia Klöckner an die Bürger, ihre Einkäufe für das lange Osterwochenende möglichst zu entzerren. "Es ist sinnvoll, rechtzeitige Vorbestellungen zu tätigen, und die gesamte Woche für den Ostereinkauf zu nutzen". Da an diesem Freitag, Sonntag und Montag die Geschäfte weitgehend geschlossen sein werden, gelte: Wer vorausschaue, schütze sich selbst, andere Kunden und die Mitarbeiter in den Supermärkten.

Klöckner bat darum, den Einkauf auch nicht als Familienevent zu planen, sondern möglichst alleine und zügig einkaufen zu gehen und Abstand zu halten. "Das minimiert die Ansteckungsgefahr und verhindert überfüllte Supermärkte".

Supermärkte öffnen an den Feiertagen nicht

Auch wenn es in eigenen Bundesländern in der Corona-Krise anders als sonst erlaubt wäre, Supermärkte auch an den Feiertagen zu öffnen, haben die großen deutschen Lebensmittelhändler bereits angekündigt, davon keinen Gebrauch zu machen. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei Edeka, Rewe, Lidl und Aldi.

Auch die Handelsketten riefen die Kunden dazu auf, ihre Einkäufe für das Fest möglichst frühzeitig zu erledigen, um einen angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie nur schwer zu bewältigenden Kundenansturm am Gründonnerstag oder am Karsamstag zu vermeiden. Gleichzeitig betonten sie, die Warenversorgung sei gesichert.

In Berlin geöffnet, in Hessen nicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen bundesweit viele Geschäfte zwangsweise geschlossen bleiben. Eine Ausnahme bilden Lebensmittelläden und Geschäfte und Dienstleistungen der notwendigen Versorgung.

Dabei ist es keinesfalls einheitlich geregelt, was zur notwendigen Versorgung dazugehört. So sind zum Beispiel im Gegensatz zu anderen Bundesländern in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern Baumärkte für Privatkunden geschlossen, nur Geschäftskunden mit Handwerkerschein dürfen noch in die Läden rein. Bis Samstag galt die Regelung auch in Niedersachsen, da viele Kunden aber auf benachbarte Bundesländer ausgewichen waren, wurde sie gekippt.

Auch im Falle von Buchläden haben die Bundesländer unterschiedlich entschieden: Bis auf Berlin und Sachsen-Anhalt können Kunden keine Bücher mehr im Geschäft vor Ort kaufen. Und während etwa in Bayern Blumenläden geschlossen bleiben müssen, gibt es woanders den Osterstrauß noch persönlich beim Floristen nebenan.

Über dieses Thema berichtete MDR Thüringen Das Radio am 05. April 2020 um 15:00 Uhr in den Nachrichten.

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