Intensivpfleger versorgen einen schwer an Covid-19 erkrankten Patienten auf der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum in Halle/Saale.  | dpa

Corona-Pandemie Inzidenz sinkt - Totenzahl steigt

Stand: 11.12.2021 13:23 Uhr

Während die Sieben-Tage-Inzidenz erneut gesunken ist, steigt die Zahl der Todesfälle unter Corona-Infizierten an: Laut RKI wurden 510 Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Unterdessen kommt das Impfen weiter voran.

In der Corona-Pandemie ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erneut gesunken, auch mit dem Impfen geht es voran - doch die Zahl der Todesfälle steigt an. Deutschlandweit wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts binnen 24 Stunden 510 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 378.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 402,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 413,7 gelegen, vor einer Woche bei 442,7 (Vormonat: 249,1). Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 53.697 Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 64.510 Ansteckungen.

Experten vermuten Untererfassung

Bei der Bewertung des Infektionsgeschehens ist zu bedenken, dass Experten derzeit von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen demnach mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,71 (Donnerstag 5,75) an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 105.506. Das RKI weist zudem mehr als eine Million (1.003.400) aktive Covid-19-Fälle aus.

Erneut mehr als eine Million Impfungen

Bei den Impfungen geht es derweil voran: Den vierten Tag in Folge haben am Freitag mehr als eine Million Menschen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Insgesamt 1,055 Millionen Dosen wurden am Vortag verabreicht, 915.000 davon waren den Angaben zufolge Auffrischungsimpfungen. Insgesamt haben mittlerweile rund 18,7 Millionen Menschen eine sogenannte Boosterimpfung erhalten - das entspricht etwa 22,5 Prozent der Bevölkerung.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben laut RKI mindestens 57,8 Millionen Menschen oder 69,5 Prozent der Bevölkerung. Mindestens 60,3 Millionen Menschen (72,5 Prozent) haben bisher mindestens eine Impfung.

Aktuell sind nach RKI-Angaben 22,8 Millionen Menschen nicht gegen das Coronavirus geimpft, das entspricht 27,5 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren (4,8 Prozent) steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. Dezember 2021 um 13:00 Uhr in den Nachrichten.