Fläschchen mit Corona-Abstrichen in einem Labor | dpa

Corona-Pandemie Inzidenz sinkt erstmals seit drei Wochen leicht

Stand: 30.11.2021 07:10 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit mehr als drei Wochen leicht zurückgegangen. Laut Robert Koch-Institut liegt sie bei 452,2. Gestern waren es noch 452,4. Insgesamt wurden 45.753 Neuinfektionen registriert.

Erstmals seit mehr als drei Wochen ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 452,2 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden. Vor einer Woche hatte der Wert bei 399,8 gelegen, vor einem Monat bei 153,7.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.753 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden demnach binnen 24 Stunden 388 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 309 Todesfälle.

Sachsen weiter mit der höchsten Inzidenz

Das Bundesland mit der höchsten Inzidenz ist Sachsen mit 1268,9. Thüringen folgt mit 936,8. Die niedrigste Inzidenz hat Schleswig-Holstein (150,1).

Seit Beginn der Pandemie hat das RKI 5.836.813 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das Institut mit 4.893.300 an. Insgesamt starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus 101.344 Menschen.

Lauterbach sieht Wirkung der getroffenen Maßnahmen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte im nachtmagazin, die politisch Verantwortlichen hätten den Ernst der Lage begriffen. "Es ist ja auch schon einiges unternommen worden. Wir sehen ja schon die Wirkung der getroffenen Maßnahmen, allerdings nicht ausreichend." Es müsse auf jeden Fall nachgelegt werden, so Lauterbach.

Hospitalisierungsinzidenz bundesweit bei 5,52

Entscheidend für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ist die von Bund und Ländern festgelegte sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden müssen. 

Ab einem Wert von 3 gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel - das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Schärfere Maßnahmen können die Länder bei Überschreitung der Grenzwerte 6 und 9 verhängen. Am Montag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,52. 

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 30. November 2021 um 00:20 Uhr.