Eine Frau wird im Pflegeheim in Berlin geimpft | dpa

Corona-Immunisierung Fast 42.000 Deutsche bereits geimpft

Stand: 29.12.2020 15:24 Uhr

Nach dem bundesweiten Impfstart haben innerhalb von 48 Stunden knapp 42.000 Menschen die erste Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Sicher vor einer Infektion sind die Geimpften allerdings noch nicht.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind bis einschließlich Montag 41.962 Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft worden. Der Anstieg im Vergleich zum Vortag betrug damit 19.084 Impfungen. Dieser Wert entspricht allerdings nicht der Zahl der binnen eines Tages tatsächlich Geimpften, sondern kann auch Nachmeldungen einschließen, teilte das RKI mit.

Neben der Zahl an Neuinfektionen und coronabedingten Sterbefällen gibt das RKI nun auch täglich die Zahl der geimpften Bundesbürger heraus, um über den Stand der Impfkampagne zu informieren. Eine Impfquote, also den Anteil der Geimpften an der Gesamtbevölkerung, nennt das RKI zunächst allerdings nicht. Dazu sei die Zahl der Geimpften derzeit noch zu gering, erläuterte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher.

Erfasst werden derzeit Impfungen mit der ersten Impfdosis. Eine zweite Impfung ist etwa drei Wochen nach der ersten fällig, um einen vollständigen Impfschutz zu erzielen. Es ist somit nicht davon auszugehen, dass alle Geimpften bereits sicher vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt sind.

12.892 Neuinfektionen in Deutschland

"Manche Menschen bauen bereits nach der ersten Impfung einen ausreichenden Immunschutz auf, andere aber nicht. Man stellt mit der Auffrischungsimpfung sicher, dass die Impfwilligen tatsächlich vernünftig geschützt sind", hatte Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Uni Rostock kürzlich erklärt.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 12.892 Corona-Neuinfektionen. 852 weitere Menschen sind laut RKI an oder mit dem Virus gestorben. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnet.

Sachsen mit der höchsten Inzidenz

Dennoch war die Zahl der Todesfälle vor einer Woche mit 731 Fällen geringer. Ein Höchststand von 962 Todesfällen war am 23. Dezember registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen betrug vor einer Woche 19.528. Deutschlandweit haben sich seit Beginn der Pandemie 1.664.726 Menschen mit dem Virus infiziert, 30.978 Menschen sind laut RKI an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion gestorben.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - lag bei 149,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 364,7 und Thüringen mit 273,7 den niedrigsten Wert Mecklenburg-Vorpommern mit 77,2.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Dezember 2020 um 20:00 Uhr.