Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums in Stuttgart verabreicht einem Impfling eine Dosis des Impfstoffes Moderna.  | dpa

Corona-Pandemie Erneut mehr als 800.000 Impfungen

Stand: 05.05.2021 11:34 Uhr

Bereits zum dritten Mal sind in Deutschland mehr als 800.000 Corona-Impfdosen an einem Tag verabreicht worden. Während der Anteil der Geimpften steigt, mahnt Gesundheitsminister Spahn zur Vorsicht bei Lockerungen.

Am Dienstag sind in Deutschland laut Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) 813.290 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, handelte es sich bereits um den dritten Tag seit dem Start der Impfkampagne, an dem mehr als 800.000 Impfspritzen gesetzt wurden. Der bislang höchste Tageswert war am vergangenen Mittwoch mit mehr als einer Million Impfungen erreicht worden.

Saarland spitze, Brandenburg Schlusslicht

Bislang haben 29,5 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Über den vollen Impfschutz verfügen laut Impfquotenmonitoring mittlerweile 8,3 Prozent der Bevölkerung. Insgesamt haben alle Impfstellen bislang knapp 31,5 Millionen Dosen verabreicht, davon etwas mehr als 24,5 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 6,9 Millionen bei Zweitimpfungen.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens einmal Geimpften hat das Saarland mit 33,1 Prozent. Brandenburg liegt mit 26,4 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Von etwa 35,7 Millionen gelieferten Impfdosen wurden bislang 88,1 Prozent verbraucht.

Warnung vor zu schnellen Lockerungen

Spahn rief dazu auf, bei der Rücknahme von Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene umsichtig und vorsichtig zu sein. "Wir haben Anlass zu viel Zuversicht und Perspektive, die Zahl der Impfungen steigt, wir können Lockerungen machen", sagte der CDU-Politiker im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. "Aber wir sind auch noch in der dritten Welle." Die Zahlen gingen runter, aber seien noch nicht tief genug, die Intensivstationen seien noch stark belastet.

Die Erfahrungen anderer Länder auf der Welt hätten gezeigt: "Wer zu schnell öffnet, den kann das auch sehr sehr schnell wieder einholen", so Spahn. "Wir machen das eben Schritt für Schritt mit Augenmaß, aber auch mit einem Verständnis dafür, dass es hier um Grundrechte und Freiheiten geht." Für Öffnungsschritte in Regionen mit Inzidenzen unter 100 verwies er auf den Beschluss von Bund und Ländern vom 3. März: Die Länder sollten sich vor allem auf die Bereiche draußen, etwa auf die Außengastronomie, konzentrieren.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 05. Mai 2021 um 11:02 Uhr.