Nahezu leer ist der Strand in Port de Soller (Spanien) | dpa

Neue Einreiseregeln Mehr als 20 Länder sind Hochrisikogebiete

Stand: 22.01.2021 18:54 Uhr

Wegen sehr hohen Infektionszahlen gelten verschärfte Einreiseregeln für mehr als 20 Länder. Darunter sind auch Urlaubsdestinationen wie Portugal, Spanien, Ägypten und die USA.

Aufgrund besonders hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten. Wie das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA.

Bisher hatte die Bundesregierung nur zwischen Gebieten mit besonders ansteckenden Virusvarianten und "normalen" Risikogebieten unterschieden. Jetzt gibt es drei Kategorien:

- "Normale" Risikogebiete: Das sind Länder oder Regionen über einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das gilt derzeit für fast ganz Europa mit Ausnahme einzelner Gebiete in Griechenland, Finnland, Norwegen, Österreich und Dänemark. Weltweit sind weit mehr als 100 Länder Risikogebiete.

- Hochinzidenzgebiete: Das sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Dazu zählen in der Regel die Länder mit einem Inzidenzwert über 200 (Inzidenz in Deutschland: 115). Es können aber auch weitere Länder unter dieser Marke unter bestimmten Bedingungen zu "Hochinzidenzgebieten" erklärt werden.

Ab Sonntag gelten neben den bereits genannten Staaten folgende als Länder mit besonders hohem Risiko: Albanien, Andorra, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Estland, Iran, Israel und die palästinensischen Gebiete, Kolumbien, Kosovo, Lettland, Libanon, Litauen, Mexiko, Montenegro, Nordmazedonien, Panama, Portugal, Serbien, Slowenien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

- Virusvarianten-Gebiete: Das sind Gebiete, in denen hochansteckende Varianten des Coronavirus aufgetreten sind. Bisher fallen Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien in diese Kategorie.

Neu: Test bereits vor Einreise

Reisende aus "normalen" Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab dem fünften Tag vorzeitig befreien lassen.

Der Unterschied bei den Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten: Der Test muss bereits höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgen. Außerdem können die Ausnahmeregeln für die Quarantäne eingeschränkt werden. Das ist aber Sache der einzelnen Bundesländer.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Januar 2021 um 18:00 Uhr.