Armin Laschet  | Bildquelle: dpa

Debatte über CDU-Vorsitz Laschet plädiert für "mehr als drei"

Stand: 17.02.2020 15:18 Uhr

Ob er selbst für den CDU-Vorsitz zur Verfügung steht, dazu schweigt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet bisher. Aber auch er hat sich nun für eine "Teamlösung" ausgesprochen.

In der Debatte über eine Neuaufstellung der CDU-Spitze hat sich auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet für eine "Teamlösung" ausgesprochen. "Alles, was ein Team ist, was die unterschiedlichen Fähigkeiten der unterschiedlichen Akteure mit einbezieht - und das müssen auch noch ein paar mehr sein als die drei, die gerade genannt werden - tut der CDU als Volkspartei gut", sagte er. Eine Doppelspitze wie bei der SPD und den Grünen könne er sich "schwer vorstellen - aber unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Aufgaben, das kann ich mir vorstellen".

Laschet gehört neben früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn zu den drei Politikern, die derzeit als mögliche Kandidaten für den künftigen Parteivorsitz gehandelt werden. Im Bericht aus Berlin hatte auch Spahn eine Teamlösung gestern nicht ausgeschlossen und für gemeinschaftliche und zügige Entscheidungen geworben. "Es gibt ein hohes Bedürfnis bei unseren Wählern und unseren Mitgliedern, dass wir das im Team und mit viel Verantwortungsbereitschaft regeln", sagte er. Über den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur der Union solle jetzt "zügig" entschieden werden.

Jens Spahn zu seinen Ambitionen auf den CDU-Vorsitz
Bericht aus Berlin, 16.02.2020

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Parteivize Thomas Strobl brachte gestern ebenfalls ein Führungsteam ins Gespräch. Die CDU habe "drei exzellente Bewerber", sagte er im ZDF. "Den Gedanken, dass wir ein Team bilden, sollten wir in den nächsten Tagen intensiv miteinander besprechen." Es könne Bemühungen um die Bildung eines Teams geben, "in dem die Stärken aller drei Bewerber zur Geltung kommen". Wie ein solches Team aussehen könnte, und welche Funktionen die unterlegenen Bewerber übernehmen sollen, ließen sowohl Strobl als auch Spahn offen.

Spahn, Laschet und Merz | Bildquelle: dpa
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Werden als mögliche CDU-Chefs gehandelt: Jens Spahn, Armin Laschet und Friedrich Merz.

Gespräche mit möglichen Bewerbern geplant

Noch-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer will in den kommenden Tagen Gespräche mit den potenziellen Kandidaten führen und dann am 24. Februar die CDU-Spitzengremien informieren. Ziel sei, die personellen Fragen vor der Sommerpause zu klären, sagte sie kürzlich in den tagesthemen. Morgen ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa ein Treffen mit Merz geplant. Dieser hat eine definitive Festlegung in der Öffentlichkeit bisher vermieden.

Ebenso wie Merz und Spahn hat sich auch Laschet bisher nicht öffentlich zu seinen Ambitionen geäußert. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz überraschte der NRW-Ministerpräsident allerdings mit dezidierter Kritik an der Europapolitik von Kanzlerin Angela Merkel. Zur Frage des künftigen Kanzlerkandidaten erklärte Laschet nun, dieser könne nur in enger Absprache mit der CSU bestimmt werden. "Alles, was wir tun, muss eng mit der CSU abgestimmt werden", sagte er. "Das ist die Tradition in der Union. Kanzlerkandidaturen werden nur von CDU und CSU entschieden, und deshalb muss man jetzt viel miteinander reden, und das tun wir."

CSU-Chef Markus Söder hatte zuvor erklärt, dass mit der Entscheidung über den CDU-Vorsitz noch nicht über die Kanzlerkandidatur der Union entschieden sei. "Der Parteivorsitz ist das eine. Aber das andere ist die Kanzlerkandidatur", sagte er in der ARD-Sendung "Anne Will". Diese gehe nur mit der CSU.

Markus Söder, CSU-Vorsitzender, zum CDU-Vorsitz und der Unions-Kanzlerkandidatur
tagesschau 12:00 Uhr, 17.02.2020

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Diskussion über CDU-Vorsitz - auch Laschet für Teamlösung
Nina Barth, ARD Berlin
17.02.2020 17:58 Uhr

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Über dieses Thema berichtete der Bericht aus Berlin am 16. Februar 2020 um 18:30 Uhr und das ARD-Morgenmagazin am 17. Februar 2020 um 07:09 Uhr.

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