Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier | Bildquelle: dpa

Streit in der CDU Altmaier kritisiert Schäuble

Stand: 06.12.2018 08:54 Uhr

Nachdem Wolfgang Schäuble der CDU empfahl, Friedrich Merz zum CDU-Chef zu wählen, wird der Ton rauer. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zeigt sich irritiert und kritisiert Schäubles "Dammbruch".

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wegen dessen Empfehlung, bei der Wahl des CDU-Vorsitzenden den Kandidaten Friedrich Merz zu wählen, kritisiert. Der Vorstoß von Schäuble habe ihn überrascht und gewundert, damit sei der "Damm gebrochen", sagte Altmaier der "Rheinischen Post".

Er persönlich habe seine Präferenz für Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer aus Respekt vor den Delegierten bislang nicht öffentlich geäußert, sagte Altmaier. "Da Wolfgang Schäuble nun den Damm gebrochen hat, kann ich sagen: Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen. Das hat sie mehrfach unter schwierigen Bedingungen im Saarland als Innenministerin und Ministerpräsidentin bewiesen."

Merz würde zwar "sicherlich der FDP viele Stimmen abjagen", sagte Altmaier. Die CDU müsse aber in der Mitte verankert bleiben.

Tom Schneider, ARD Berlin, zum Einfluss der Wahlempfehlungen der CDU-Größen
tagesschau 15:00 Uhr, 06.12.2018

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"Ich werde Kramp-Karrenbauer wählen"

Auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul sprach sich für Kramp-Karrenbauer aus und kündigte an, beim am Freitag beginnenden Bundesparteitag für die Generalsekretärin zu stimmen. "Ich werde in Hamburg Annegret Kramp-Karrenbauer wählen, weil ich möchte, dass die CDU eine Volkspartei bleibt mit Chancen auf Wahlergebnisse in Richtung 40 Prozent", sagte Reul der "Rheinischen Post".

Der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Norbert Barthle, legte derweil Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen Verzicht auf die Kandidatur für den CDU-Vorsitz nahe. "Würde er mich persönlich um Rat fragen, würde ich ihm sagen, dass es klug wäre, nicht anzutreten", sagte Barthle der "Rheinischen Post". Es sei erkennbar, dass Spahn nicht gegen Kramp-Karrenbauer oder Merz gewinnen könne.

Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner wandte sich generell gegen Wahlempfehlungen "von oben". Im SWR sagte sie: "Ich traue unseren Delegierten selbst zu, dass sie in einer geheimen und freien Wahl selbst entscheiden können."

Laschet warnt vor Spaltung der CDU

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Vize Armin Laschet warnte vor einer Spaltung der CDU. "Wir müssen auch alles tun, dass es dazu nicht kommt. Entscheidend für den Zusammenhalt der CDU ist die Zeit nach der Vorsitzendenwahl", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es wird nur einen Sieger oder eine Siegerin geben. Ich wünsche mir aber, dass alle drei sichtbar bleiben."

Die CDU wird bei ihrem Parteitag in Hamburg die Nachfolge von Parteichefin Angela Merkel an der Parteispitze wählen. Die Bundeskanzlerin hatte angekündigt, den Parteivorsitz nach mehr als 18 Jahren abzugeben.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn bei der Regionalkonferenz in Böblingen. | Bildquelle: FRANZISKA KRAUFMANN/EPA-EFE/REX/
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Wer folgt auf Merkel? Merz, Kramp-Karrenbauer und Spahn stellen sich in Hamburg zur Wahl.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Dezember 2018 um 20:00 Uhr. Zudem berichtete über dieses Thema NDR Info am 06. Dezember 2018 um 02:00 Uhr in den Nachrichten.

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