Die CDU will die Partei der Mitte sein. | Bildquelle: dpa

CDU-Vorsitz Erste Kandidaten - und keine Namen

Stand: 15.02.2020 10:51 Uhr

In der CDU-Parteizentrale sind die ersten Bewerbungen für den Parteivorsitz eingetroffen. Doch die drei bisher meistgehandelten Kandidaten sind offenbar nicht darunter.

Am fünften Tag nachdem die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer überraschend ihren Rückzug angekündigt hat, steht immerhin eines fest: Es gibt jemanden, der oder die das Amt der CDU-Chefin definitiv übernehmen will. In der CDU-Parteizentrale sind die ersten beiden offiziellen Bewerbungen um den Parteivorsitz eingegangen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sprach von zwei "Initiativbewerbungen" - ohne allerdings Namen zu nennen. Offenbar dürften die Namen ohnehin nur wenigen etwas sagen. Die beiden Bewerber seien nicht bundesweit bekannt, präzisierte Ziemiak.

"Nicht einmal eine Andeutung"

Damit ist auch klar: Die bisher drei gehandelten Kandidaten wagen sich weiterhin nicht vor. Eine offizielle Bewerbung von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz sei ihm nicht bekannt, bestätigte Ziemiak. Merz hatte zuvor mehrmals eine Kandidatur angedeutet, ohne konkret zu werden. Aus seinem Umfeld heißt es aber, dass er sei zu einer Kandidatur entschlossen sei.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn will nach eigener Aussage Verantwortung übernehmen - und deutet damit Interesse an.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet wollte hingegen gar keine Hinweise darauf geben, ob er tatsächlich kandidieren werde. "Nicht einmal eine Andeutung" wolle er zu diesen Thema machen, sagte er bei einer CDU-Veranstaltung im hessischen Kelkheim.

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende, zum Fahrplan für ihre Nachfolge
tagesthemen 21:45 Uhr, 14.02.2020

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Schon in der kommenden Woche könnte es aber vielleicht etwas mehr Klarheit geben. Kramp-Karrenbauer sagte im tagesthemen-Interview, dass sie die Frage nach ihrer Nachfolge noch vor der Sommerpause geklärt haben wolle. Bereits nächste Woche will sie mit potenziellen Nachfolgern sprechen. Und am 24. Februar sollen die CDU-Gremien über diese Gespräche informiert werden.

Ursprünglich hatte Kramp-Karrenbauer eine Entscheidung beim Bundesparteitag im Dezember favorisiert. Vor allem Unionspolitiker aus Ländern, in denen Wahlen anstehen, drängten allerdings auf eine rasche Entscheidung.

Der rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktionschef Christian Baldauf plädierte erneut dafür, vor der Sommerpause auf einem Sonderparteitag zu einer Lösung zu kommen. "Ich halte das für dringend geboten, damit wir uns wieder wichtigen inhaltlichen Fragen zuwenden können", sagte er.

Parteivorsitz: CDU sucht nach Kandidaten
Katharina Hamberger, DLF
15.02.2020 14:43 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 14. Februar 2020 um 21:45 Uhr.

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