Annegret Kramp-Karrenbauer | Bildquelle: AFP

Kampf um CDU-Vorsitz Bewerber wollen sich diese Woche erklären

Stand: 24.02.2020 15:10 Uhr

Die Gespräche sind geführt, nun müssen die potenziellen Bewerber Farbe bekennen, ob sie sich auf den CDU-Vorsitz bewerben. Das stellte Parteichefin Kramp-Karrenbauer klar. Von der Wahl gehe ein wichtiges Signal aus.

Wann bringen sich die potenziellen Anwärter auf CDU-Vorsitz auch offiziell endlich in Stellung? Die scheidende Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer teilte nun in Berlin mit, dass die Aspiranten noch diese Woche erklären wollten, ob sie sich für den Bundesparteitag am 25. April als Bewerber aufstellen lassen wollen.

CDU-Parteivorsitz: Sonderparteitag in Berlin für Ende April geplant
tagesschau 17:00 Uhr, 24.02.2020, Michael Stempfle, ARD Berlin

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Kramp-Karrenbauer geht davon aus, dass es bei den möglichen Kandidaten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Interesse an einer Bewerbung gebe. Als einziger hat bisher der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur angekündigt. In den vergangenen Wochen hat die Parteichefin mit allen Aspiranten Gespräche geführt.

Aspiranten geben Versprechen ab

Sie stellte auch klar, dass ihr die potenziellen Kandidaten versichert hätten, dass sie jedwedes Ergebnis des Bundesparteitages anerkennen. Bei ihren Gesprächen habe es Einvernehmen gegeben, dass sich auch die möglicherweise Unterlegenen erkennbar und sichtbar in die Parteiarbeit einbinden würden. Damit sei die Grundlage dafür gelegt, dass selbst nach einer strittigen Entscheidung deutlich sei, dass "die CDU nur bei breiter Aufstellung stark und zukunftsfähig" sei.

Kramp-Karrenbauer bezeichnete die anstehende Entscheidung über einen neuen CDU-Vorsitzenden auch als wichtiges Signal für nächsten Kanzlerkandidaten. Diese Wahl in acht Wochen sei mehr als nur die Wahl eines Bundesvorsitzenden, sondern ein ganz klares "Präjudiz", stellte sie klar.

Wie wird das Verhältnis zur Kanzlerin sein?

Außerdem sei in CDU-Präsidium und -Bundesvorstand deutlich geworden, dass jeder Kandidat gut mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der "CDU-geführten Bundesregierung" zusammenarbeiten müsse. "Das ist sicherlich eine Anforderung, die sich an alle Kandidaten stellen wird", sagte Kramp-Karrenbauer mit Blick auf die vier bisher gehandelten Bewerber auf ihre Nachfolge. Hintergrund ist, dass in der CDU etwa bei Friedrich Merz Probleme bei der Zusammenarbeit mit einer Kanzlerin Angela Merkel unterstellt werden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 24. Februar 2020 um 11:00 Uhr und um 16:00 Uhr.

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