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"Farbe bekennen" "Kanzleranspruch geht mit Parteivorsitz einher"

Stand: 07.12.2018 21:54 Uhr

Die neue CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer hat sich auch als Kanzlerkandidatin ins Gespräch gebracht: Der Anspruch auf die Kandidatur gehe mit der Bewerbung für den Parteivorsitz einher, sage sie in der ARD-Sendung "Farbe bekennen".

Nach 18 Jahren gibt es den Wechsel an der CDU-Spitze - doch die Führung bleibt in weiblicher Hand. Annegret Kramp-Karrenbauer ist die neue Vorsitzende der Partei und Nachfolgerin von Angela Merkel. Zu verdanken hat sie das ihrem "Gesamtpaket", sagt die 56-Jährige in der ARD-Sendung "Farbe bekennen". Ein Paket aus Regierungserfahrung, aus Kenntnis der Partei, aus ihren Vorstellungen von Erneuerung.

Doch es scheint, als wenn die frisch gewählte Chefin nach dem nun erreichten Ziel bereits das nächste ins Auge fasst - das Kanzleramt. Kramp-Karrenbauer fasst es mit klaren Worten zusammen:

"Wenn man sich um den Parteivorsitz bewirbt, muss man sich natürlich auch mit der Frage einer möglichen Kanzlerkandidatur auseinandersetzen. Und wenn man das für sich persönlich nicht will oder von vorneherein ausschließt, sollte man sich auch nicht um den Parteivorsitz bewerben."

Mehr Unterschiede im Profil zulassen

Doch Angela Merkel das Amt vorzeitig abjagen, das will die frühere saarländische Ministerpräsidentin nicht. Die CDU stehe zum Koalitionsvertrag und zu Merkels Kanzlerschaft bis 2021. Auf dem Parteitag habe man deutlich gespürt, dass die CDU sich diese volle Amtszeit wünsche, sagte AKK, wie Kramp-Karrenbauer verkürzt genannt wird. "Darin werde ich sie voll unterstützen."

Doch unterstützen, heißt nicht automatisch, stur auf gleichem Kurs bleiben, das macht die neue Parteichefin ebenso deutlich. Denn auch, wenn sie ihre Partei keinesfalls als gespalten ansieht, so müsse man "das Profil der einzelnen Parteiflügel zulassen", um "die Menschen von den Grünen und der AfD zu uns zu ziehen". Die CDU müsse ihre Arbeitsweise ändern, nach dem Leitfaden: "Erst diskutieren, dann entscheiden", führt Kramp-Karrenbauer aus.

Rolle für Merz noch unklar

In der Arbeit der Partei sollen auch ihre beiden Konkurrenten im Rennen um den Chefposten - Friedrich Merz und Jens Spahn - eine Rolle spielen, betonte sie weiter. In welcher Position, das bleibt vor allem bei Merz abzuwarten. Mit ihm wolle sie in den kommenden Tagen noch weitere Gespräche über seine künftige Rolle führen, sagt Kramp-Karrenbauer. Also doch noch ein Weg für Merz in die Regierungsriege? AKK verpackt das Nein weich: Die Entscheidung liege bei der Regierungschefin, aber "das Kabinett ist ziemlich besetzt".

Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in der ARD-Sendung "Farbe bekennen"
Farbe bekennen 22:00 Uhr, 07.12.2018

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Im Zeichen der kommenden Wahlen

Sich selbst hat die neue CDU-Vorsitzende eine lange Agenda an Themen gesetzt, die aus ihrer Sicht nun angegangen werden: Anfang des kommenden Jahres soll bei einem Werkstattgespräch das Thema Migrationspolitik im Fokus stehen. Aber auch die Punkte Integration, doppelte Staatsbürgerschaft, verpflichtendes Dienstjahr will AKK angehen. Sie will eine Balance zwischen Klimaschutz und Wirtschaft ausloten und "das Projekt einer großen Steuerreform angehen". Und dann ist da auch noch die Rentenpolitik.

Zudem stehen 2019 wieder Wahlen an: neun Kommunalwahlen, vier Landtagswahlen - drei davon im Osten, wo die AfD längst zu den starken Parteien zählt, der CDU viele Wähler abgerungen hat. Wie die Abgewanderten wieder zurückgewinnen? Kramp-Karrenbauer setzt auf "organisatorische, inhaltliche und personelle Neuaufstellung", um jede Neuwahl "wann immer und mit wem auch immer sie kommt" zu gewinnen.

"Und unser Ziel wird es sein, die CDU aus sich selbst heraus so stark zu machen, dass eben möglichst viele Wählerinnen und Wähler andere Parteien verlassen."

Über dieses Thema berichtete "Farbe bekennen" am 07. Dezember 2018 um 22:00 Uhr im Ersten.

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