Bundeswehr-Stiefel | Bildquelle: Bundeswehr /Bienert

Lieferengpässe bei der Bundeswehr Soldaten warten auf neue Stiefel

Stand: 28.08.2019 10:33 Uhr

Seit 2016 ist bei der Bundeswehr die Umstellung auf das neue "Kampfschuhsystem Streitkräfte" geplant, doch offenbar müssen Soldaten nun deutlich länger ohne neue Stiefel ausharren - die Produktion komme nicht nach.

Bundeswehrsoldaten müssen offenbar deutlich länger als geplant auf neue Stiefel warten. Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt.

Demnach soll die vollständige Umsetzung des neuen "Kampfschuhsystems Streitkräfte" nach derzeitiger Planung bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. Der "Tagesspiegel", der zuerst über die Verzögerung berichtet hatte, schreibt, dass der komplette Tausch ursprünglich bis Ende 2020 passieren sollte.

Stephan Stuchlik, ARD Berlin, zu Problemen der Bundeswehr bei der Stiefel-Beschaffung
tagesschau 12:00 Uhr, 28.08.2019

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Bislang nur ein Paar ausgegeben

"Aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten der Industrie ließ sich dieser Zeitansatz jedoch nicht halten", hieß es demnach aus dem Ministerium. Wie viele Bundeswehrangehörige heute bereits neue Schuhe haben, sagte die zuständige Sprecherin laut "Tagesspiegel" nicht. Demnach verfügen "derzeit erst einige" über einen vollständigen neuen Kampfschuhsatz.

Der Wechsel vom "Ganzjahresschuh" auf zwei Paar vom "Kampfschuh, schwer" und ein Paar vom "Kampfschuh, leicht" ist laut dem Zeitungsbericht seit 2016 geplant. Aus der Antwort an Strack-Zimmermann geht hervor, dass inzwischen zwar gut 160.000 der knapp 183.000 Soldaten ein erstes Paar des schweren, schwarzen Kampfschuhs erhalten hätten - das zweite fehlt allerdings noch. Es soll bei Dienstunbrauchbarkeit des bisher genutzten Kampfschuhs im Rahmen eines Tauschs ausgegeben werden. Den leichten Schuh haben demnach nur gut 31.000 Soldatinnen und Soldaten.

"Keine Frage der Mode"

Strack-Zimmermann kritisierte im "Tagesspiegel", dass die Ausrüstung der gesamten Truppe mit den neuen Schuhen zu lange dauere. "Das ist schließlich keine Frage der Mode, sondern eine der Sicherheit", sagte die Verteidigungspolitikerin. "Man stelle sich vor, Feuerwehrleute würden Brände in Pantoffeln löschen."

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 28. August 2019 um 06:22 Uhr.

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