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Wegen Corona-Pandemie Bundestag verschiebt Volkszählung

Stand: 06.11.2020 08:24 Uhr

Die ursprünglich für Mai 2021 geplante Volkszählung wird nicht stattfinden. Das beschloss der Bundestag. Die Verwaltung habe wegen der Corona-Krise zu wenig Personal, um den Zensus vorzubereiten.

Wegen der Corona-Pandemie wird die für das kommende Jahr geplante Volkszählung auf 2022 verschoben. Ein entsprechendes Gesetz beschloss der Bundestag am Donnerstagabend. Zur Begründung hieß es, die Krise hätte die Verwaltung erheblich in ihrer Arbeit eingeschränkt. So sei in den statistischen Ämtern von Bund und Ländern Personal abgezogen worden, um die Gesundheitsämter zu unterstützen.

Daher hätten die Vorbereitungsarbeiten für den Zensus 2021 nicht wie geplant durchgeführt werden können. Nun soll der Stichtag des Zensus um ein Jahr verschoben und die erforderlichen Datenlieferungen an den neuen Stichtag angepasst werden. Für den Fall, dass aufgrund der Corona-Pandemie oder anderer zwingender Gründe eine erneute Verschiebung erforderlich wird, soll die Bundesregierung ermächtigt werden, mit Zustimmung des Bundesrates die notwendigen Anpassungen durch Rechtsverordnung vorzunehmen.

Erwerbstätigkeit und Wohnsituation

Zehn Jahre nach der letzten großen Volkszählung sollten zahlreiche Daten über Deutschland aktualisiert werden. Dabei wollten die Statistiker nicht nur Informationen über die Zahl der Menschen sammeln, sondern auch über deren Erwerbstätigkeit und Wohnsituation.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 06. November 2020 um 03:00 Uhr.