Ein Schaufelradbagger arbeitet im Tagebau Garzweiler.  | dpa

Bundestagsbeschluss Braunkohle-Ausstieg in NRW bis 2030

Stand: 02.12.2022 02:05 Uhr

Der Bundestag hat für den vorgezogenen Braunkohleausstieg in Nordrhein-Westfalen gestimmt. Statt 2038 soll dieser nun bereits 2030 vollzogen werden. Gleichzeitig wurde die Laufzeit von zwei Braunkohlekraftwerken bis Ende März 2024 verlängert.

Der Bundestag hat das Gesetz für ein Aus der Kohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen bis 2030 beschlossen. Das Parlament beschloss in der Nacht die Regelungen, wonach das eigentlich geplante Enddatum 2038 gestrichen wird.

In der Energiekrise wird aber zugleich ein Weiterbetrieb von zwei Braunkohle-Meilern möglich gemacht, die eigentlich dieses Jahr abgeschaltet werden sollten. Die beiden Blöcke Neurath D und Neurath E können so bis März 2024 laufen. Im September 2023 soll entschieden werden, ob die Laufzeit noch um ein weiteres Jahr verlängert wird. Die beiden Anlagen haben eine Leistung von zusammen 1,2 Gigawatt, was etwa einem AKW entspricht.

Lage für Kohlekraftwerke im Osten unklar

Alle übrigen Kohle-Kraftwerke im rheinischen Revier sollen dem Gesetz und der Vereinbarung mit dem Versorger RWE zufolge bis 2030 vom Netz. Nach derzeitiger Gesetzeslage hätten sie bis 2038 laufen können.

An den vorgesehenen Entschädigungszahlungen im Rahmen des bestehenden Kohle-Ausstiegsgesetzes von 2,6 Milliarden Euro soll trotz der Änderungen festgehalten werden. Offen ist, was mit Braunkohle-Kraftwerken in Ostdeutschland geschehen soll. Für sie gilt weiter das Enddatum 2038. Die Ampel-Koalition hatte aber vereinbart, den Ausstieg in Deutschland insgesamt "idealerweise" auf 2030 vorzuziehen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 02. Dezember 2022 um 07:30 Uhr.