1. Klasse in einer Grundschule im Panketal in Berlin-Karow. (Archivbild: 15.08.2020) | picture alliance/dpa

Statistisches Bundesamt Einschulungen auf höchstem Stand seit 14 Jahren

Stand: 11.11.2021 11:46 Uhr

In Deutschland sind aufgrund gestiegener Geburtenzahlen in diesem Jahr so viele Kinder eingeschult worden wie seit 14 Jahren nicht mehr. Bundesweit begannen 771.700 Mädchen und Jungen ihre Schullaufbahn, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Im laufenden Schuljahr gibt es so viele Erstklässler wie seit 14 Jahren nicht mehr. 771.700 Kinder begannen mit der Schule, das sind 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Zuletzt seien im Jahr 2007 mehr Kinder eingeschult worden. Damit setzt sich ein seit dem Schuljahr 2016/2017 zu beobachtender Trend fort.

Höhere Geburtenzahlen und Zuwanderung

Zurückzuführen sei die Entwicklung unter anderem auf höhere Geburtenzahlen, erklärte das Bundesamt. Zum Jahresende 2020 habe es bundesweit rund 3,0 Prozent mehr Kinder im Alter von fünf bis unter sieben Jahren gegeben als im Jahr zuvor. Auch die Zuwanderung trägt dazu bei: Der Anstieg betrug unter Kindern mit deutscher Staatsangehörigkeit 1,9 Prozent und bei den ausländischen Kindern 9,7 Prozent. Das größte Plus bei den Einschulungen meldeten Bremen und Bayern mit 7,0 und 5,3 Prozent.

Mehr Einschulungen an Freien Waldorfschulen

Der überwiegende Teil der Kinder (93,6 Prozent) startete seine Schullaufbahn an einer Grundschule, wie das Bundesamt mitteilte. 3,0 Prozent wurden an Förderschulen eingeschult, 2,4 Prozent an Integrierten Gesamtschulen sowie 1,0 Prozent an Freien Waldorfschulen.

Im Vorjahresvergleich gab es 3,4 Prozent mehr Einschulungen an Freien Waldorfschulen sowie 3,1 Prozent mehr an Grundschulen. An Integrierten Gesamtschulen blieb der Anteil mit plus 1,0 Prozent und an Förderschulen mit minus 0,9 Prozent nahezu unverändert.

Über dieses Thema berichtete der NDR am 10. August 2021 um 19:30 Uhr im "Hamburg Journal".