Ein Plastikbecher liegt am Strand von Liverpool | REUTERS

Forderungen an Bundesregierung Neues Bündnis warnt vor "Plastikkrise"

Stand: 05.02.2020 10:59 Uhr

Zu viele Einweg-Produkte, zu wenig Aufklärung über Alternativen - ein neues Bündnis von Umweltverbänden hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, entschieden gegen den Einsatz von Kunststoffen vorzugehen.

Zahlreiche Umweltverbände und Vereine haben sich zu einer Allianz gegen die von ihnen ausgerufene "Plastikkrise" zusammengeschlossen. Plastik sei eine der größten und sichtbarsten ökologischen Belastungen und überschwemme die Umwelt, erklärte das neue Bündnis. Zudem heize Produktion und Konsum von Plastik die Klimakrise an.

"Trauriger Spitzenreiter"

Laut dem Bündnis ist Deutschland ist bei der Verwendung von Kunststoffen europaweit "trauriger Spitzenreiter". Deutschland komme daher eine besondere Verantwortung zu, global zur Lösung des Problems beizutragen.

"Die Bundesregierung muss sich umgehend für ein internationales, verbindliches Abkommen zur Lösung der Kunststoff-Problematik einsetzen", heißt es in dem Forderungskatalog des Bündnisses. Das Abkommen müsse den internationalen Klima-und Meeresschutz voranbringen und Biodiversität schützen.

Das Bündnis formulierte insgesamt 15 Forderungen an die Bundesregierung: Unter anderem müsse der Kunststoffverbrauch eingedämmt werden, die Produktion von Einweg-Produkten "umgehend drastisch reduziert" und der Einsatz von Schadstoffen in Plastik verboten werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Februar 2020 um 12:00 Uhr.