CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak | dpa

Sondierungsgespräche CDU schickt Zehnergruppe zu den Grünen

Stand: 30.09.2021 16:01 Uhr

Die Union will am Dienstag mit den Grünen sondieren, kündigte CDU-Generalsekretär Ziemiak an. Er bestätigte auch den Termin mit der FDP am Sonntag. Die CDU schickt ein zehnköpfiges Team, die CSU fünf Verhandler.

Die Union will nach den Worten von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Sonntag mit der FDP und am Dienstag mit den Grünen über ein mögliches Regierungsbündnis sprechen. Das Treffen mit der FDP sei am Sonntagabend ab 18.30 Uhr, das mit den Grünen am Dienstagvormittag, sagte Ziemiak in Berlin. Die Grünen bestätigten den von Ziemiak genannten Termin.

Die Parteichefs von CDU und CSU, Armin Laschet und Markus Söder, hätten FDP und Grünen jeweils ein Angebot zum Gespräch unterbreitet, sagte Ziemiak. FDP und Grüne hätten angenommen.

Nicht alle stimmten zu

Nicht alle Mitglieder des CDU-Präsidiums haben demnach den Gesprächen der Union mit FDP und Grünen parallel zu den Sondierungen der SPD voll zugestimmt. "Es gab auch andere Stimmen, die gesagt haben: Nein, wir finden, jetzt sollten die anderen erstmal miteinander sprechen", so Ziemiak. Es habe aber eine große Mehrheit dafür gegeben. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer habe "eine etwas andere Sichtweise" geäußert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa war Kretschmer der Einzige, der sich in der Sitzung negativ zu Wort meldete.

Die CDU will mit einem zehnköpfigen Team in die Sondierungen mit FDP und Grünen gehen, so Ziemiak. Dazu gehörten Parteichef Laschet, er selbst, Fraktionschef Ralph Brinkhaus, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, dessen sachsen-anhaltinischer Kollege Reiner Haseloff, der schleswig-holsteinische Regierungschef Daniel Günther, der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl, die Parteivizes Julia Klöckner und Sylvia Breher sowie Gesundheitsminister Jens Spahn.

Für die CSU teilnehmen sollen Parteichef Markus Söder, Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, Generalsekretär Markus Blume, der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Müller sowie Digital-Staatsministerin Dorothee Bär.

Die Union glaube, dass es Sinn mache darüber zu sprechen, ob es eine Möglichkeit gebe, ein "Zukunftsbündnis" zu schmieden, das die gesellschaftliche Breite abbilde und Brücken baue. Es könnte eine Koalition für Nachhaltigkeit sein, in jeder Dimension, so Ziemiak.

Rechnerisch könnte die Union eine Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP bilden.

Über dieses Thema berichtete BR24 am 30. September 2021 um 16:32 Uhr.

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