Armin Laschet und Markus Söder | AFP

CSU-Parteitag Laschet und Söder wollen den Trend umkehren

Stand: 11.09.2021 08:50 Uhr

In der CSU hat Kanzlerkandidat Laschet einen schweren Stand. Auf dem Parteitag in Nürnberg kann er heute nochmals für sich werben. CSU-Chef Söder schwor die Delegierten mit einer Kampfansage an "linke" Parteien auf den Endspurt ein.

CDU-Chef Armin Laschet will auf dem Parteitag der Schwesterpartei CSU einen ersten Schritt aus dem Umfragetief für die Union unternehmen. CSU-Chef Markus Söder versprach dem gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU einen warmen und herzlichen Empfang in Nürnberg. Zuvor hatten sich Teile der CSU angesichts schwacher Umfrageergebnisse für die Union erneut skeptisch über die Kandidatur des Rheinländers geäußert.

Gestern hatte Söder eine Rede gehalten, in der er SPD-Kandidat Olaf Scholz angriff, vor einem Linksrutsch bei der Bundestagswahl in gut zwei Wochen und vor demokratiefeindlichen Tendenzen in Kreisen der Querdenker-Szene warnte. Söder stärkte Laschet, mit dem er einst um die Kanzlerkandidatur der Union gerungen hatte, demonstrativ den Rücken. "Wir stehen zu 100 Prozent hinter unserem gemeinsamen Kanzlerkandidaten und wollen Armin Laschet im Kanzleramt sehen", sagte Söder.

Auch CSU im Umfragetief

Auch die CSU unter Söder befindet sich momentan im Umfragetief und liegt in Bayern nur noch bei 28 Prozent. Die Zahlen seien für die CSU und für die Union nicht ausreichend, so Söder. SPD und Grünen rief er zu, nicht zu siegesgewiss zu sein. "Wir fangen euch noch auf den letzten Metern ab", sagte er.

Söder wurde von den Delegierten mit 87,6 Prozent der Stimmen für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Parteivorsitzender bestätigt. Er landete damit knapp über dem Ergebnis von 87,4 Prozent bei seiner ersten Wahl Anfang 2019, blieb aber hinter dem Ergebnis bei seiner Wiederwahl im Oktober 2019 zurück - damals waren es 91,3 Prozent gewesen.

Mit dem demonstrativen Bekenntnis zu Laschet reagierte Söder auf Irritationen über CSU-Äußerungen am Vortag. CSU-Generalsekretär Markus Blume hatte dem "Spiegel" mit Blick auf die Umfragen gesagt: "Natürlich stünden wir mit Markus Söder besser da." Später bedauerte Blume, dass es Irritationen gegeben habe, und sagte, seine Aussagen seien auf Bayern und die CSU bezogen gewesen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. September 2021 um 09:00 Uhr und 10:00 Uhr.