Ein Beamter der Bundespolizei steht mit MP 5 in der Abflughalle von Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt am Main.

Explosionen in Brüssel Verstärkte Kontrollen in Deutschland

Stand: 22.03.2016 11:07 Uhr

Nach den Explosionen in Brüssel verschärfen deutsche Sicherheitsbehörden ihre Kontrollen an wichtigen Verkehrsknotenpunkten. Laut ARD-Terrorexperte Rainald Becker wird eng mit den belgischen Behörden kooperiert. Das Auswärtige Amt gab einen Sicherheitshinweis für Brüssel heraus.

Nach den Explosionen am Brüsseler Flughafen haben die Behörden in Deutschland ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Laut Bundespolizei wurden bereits die Kontrollen an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main verstärkt. "Wir sind jetzt in der Bewertungsphase", sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Der Berliner Flughafen Tegel strich nach eigenen Angaben alle Flüge nach Brüssel.

Auch die Lufthansa strich alle Flüge nach Brüssel. Eine Maschine, die bereits in der Luft Weg war, sei nach Lüttich umgeleitet worden, sagt ein Lufthansa-Sprecher. Die Deutsche Bahn stellte den Fernverkehr nach Brüssel ein. Züge etwa von Frankfurt in die belgische Hauptstadt enden nun in Aachen, teilt die Bahn mit.

Zunächst gebe es punktuelle Kontrollen an den wichtigen Verkehrsknotenpunkten, berichtet ARD-Terrorexperte Rainald Becker. "Weitere Maßnahmen werden auch im Zuge der Ermittlungsergebnisse, die aus Belgien hereinkommen, überlegt", so Becker. Die Bundespolizei sei in die Arbeit der belgischen Behörden einbezogen.

Krisenstab eingerichtet

Das Auswärtige Amt in Berlin richtete einen Krisenstab ein, Die deutsche Botschaft in Brüssel bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob auch Deutsche von den Explosionen betroffen seien, sagte ein Sprecher.

Zudem mahnt das Ministerium zu besonderer Vorsicht. In einem aktuellen Sicherheitshinweis heißt es: "Reisende in Brüssel werden dringend gebeten, sich in der Stadt nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen." Zugleich rief das Auswärtige Amt dazu auf, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.

Das Ministerium richtete auch eine Notfallnummer für Fragen ein: 030 / 5000-3000