Carsten Sieling | Bildquelle: dpa

Nach Koalitionseinigung Bremens Bürgermeister Sieling tritt ab

Stand: 01.07.2019 12:29 Uhr

Der Bremer Regierungschef Carsten Sieling tritt ab. Er wolle nicht an der Spitze der nächsten rot-grün-roten Landesregierung stehen, kündigte der SPD-Politiker an.

Der bisherige Bremer Bürgermeister Carsten Sieling verzichtet auf eine zweite Amtszeit. Das teilte der SPD-Politiker in Bremen mit.

Sieling zog damit die Konsequenzen aus der Niederlage der SPD bei der Landtagswahl mit ihm als Spitzenkandidat. Wahlgewinner war erstmals in Bremen die CDU mit Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder geworden. "Es braucht eine personelle Neuaufstellung an der Spitze des Senats, und die muss jetzt erfolgen", sagte Sieling. "Deshab möchte ich den Weg frei machen und hab mich entschieden, für das Amt des Bürgermeisters nicht erneut zur Verfügung zu stehen."

"Es hat sich gelohnt"

Sieling betonte, er habe alles in seiner Macht Stehende getan, um die von der SPD angestrebte Koalition zum Leben zu bringen und dafür zu sorgen, dass Bremen ein progressives Mitte-Links-Bündnis bekomme. "Wenn ich auf den Koalitionsvertrag blicke, kann ich nur sagen: Es hat sich gelohnt", sagte Sieling.

In der Nacht hatten sich die Spitzen von SPD, Grünen und Linken auf eine Koalition geeinigt. Wenn die Basis aller drei Parteien diesem Vertrag nun zustimmt, steht einer rot-grün-roten Regierung in Bremen nichts mehr im Wege. Es wäre die erste rot-grün-rote Landesregierung in einem westdeutschen Bundesland.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 01. Juli 2019 um 12:30 Uhr.

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